Die Innung für Metallbau und Feinwerktechnik des Kreises Lörrach sieht sich für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet. Das sagte Bürgermeister Dirk Harscher in seiner Festrede beim Jubiläumsevent „100 Jahre Innung für Metallbau und Feinwerktechnik“ am Samstag in der Gewerbe-Akademie. Die Innung mit ihren aktuell 35 Mitgliedsbetrieben hielt den offiziellen Teil des Jubiläumsfestes bewusst klein, wie Obermeister Ewald Schulz sagte. Denn vor allem mit der an den Festakt anschließenden Jubiläumsschau wolle man Nachwuchswerbung betreiben.

Schulz freute sich auf die „Lebendige Werkstatt“, die in Zusammenarbeit mit der Gewerbe-Akademie sowie den Gewerbeschulen Lörrach und Schopfheim und weiteren Unterstützenden auf die Beine gestellt worden war. Bürgermeister Harscher blickte auf die 100 Jahre Innung zurück, erwähnte, dass diese aus dem Zusammenschluss verschiedener Teil-Innungen aus dem Metallbereich entstanden ist, der im Wiesental den Niedergang der Textilindustrie abfederte. „Nachdem in den 1990er Jahren die Textilindustrie im Wiesental verschwand, sind viele neue Arbeitsplätze im Metallbau entstanden“, erinnerte Harscher. Besonders lobte Harscher die intensive Aus- und Weiterbildungsaktivitäten der Innung.

Damals: Besucher konnten bei einem Schmied am Amboss Hand anlegen.
Damals: Besucher konnten bei einem Schmied am Amboss Hand anlegen. | Bild: Ralph Lacher

Auch Wolfram Seitz-Schüle von der Geschäftsführung der Handwerkskammer Freiburg lobte die Jubilarin ob ihres Engagements gerade in Sachen Ausbildung junger Menschen in einem hochmodernen, zukunftsträchtigen Handwerk. Danach begaben sich die Gäste auf einen Rundgang durch die Ausstellung. Diese bot lebendige Einblicke in die Geschichte, aber vor allem in die Gegenwart und in die Zukunft des Metallbau-Handwerks. Beim Schmied konnte man sich genauso selbst versuchen wie beim digitalen „Schweißtrainer“. Dass heutzutage kleinere Metallbau-Elemente mittels 3D-Drucker herstellbar sind, verblüffte so manchen. Es gab virtuellen Betriebsrundgänge und Infos zu Hightech-Maschinen. Und an allen Stationen wurde auf die Möglichkeiten der Ausbildung und Weiterqualifizierung bis hin zum Fachstudium hingewiesen. Insgesamt präsentierte sich die Innung für Metallbau und Feinwerktechnik so, wie es der Obermeister, der in Schopfheim daheim ist, zu Beginn sagte: „Lebendig, innovativ und kreativ und gut aufgestellt für die Zukunft“.