Breiten Raum nahm in der Sitzung des Ortschaftsrates die geplante Auslagerung des Hofs Dinkelberg ein, die notwendig wird, nachdem der Landkreis Lörrach dabei ist, das Markus-Pflüger-Heim auf mehrere Standorte aufzuteilen. Der Pachtvertrag zwischen den Bio-Hof-Betreibern läuft 2041 aus. Aber so lange will Markus Hutters Team nicht warten. „Bis 2030 wollen wir weg sein“, erklärte Hurter, der eine Alternative im Auge hat: Eine rund 100 Hektar große Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft des Gestüts im Sengelen.

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Zwar gab es Zweifel, ob das Thema überhaupt in den Ortschaftsrat gehört, weil der angepeilte Standort gar nicht mehr zur Wiechser Gemarkung zählt. Diskutiert wurde es dennoch. Dabei stellte sich heraus: Ob der Umzug wie gewünscht gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die sich abzeichnenden Erschließungsprobleme zu lösen sind, die Stadt- und Ortschaftsrat Kai Horschig (Freie Wähler) und der als Gast anwesende Grünen-Stadtrat Jürgen Fremd zur Sprache brachten. „Ist die Erschließung über Schopfheim geplant?“, erkundigte sich Kai Horschig. Frischwasser- und Stromverorgung sei über das Gestüt Sengelen möglich, Abwasser werde „irgendwie anders runter befördert“, erläuterte Markus Hurter.

Kai Horschigs Frage zielte aber eher auf den Fahrzeugverkehr, den Lieferverkehr und die Zu- und Abfahrt der Mitarbeiter und Besucher. „Das Gelände müsste so erschlossen werden, dass alle gut aneinander vorbeikommen“, gab Kai Horschig zu bedenken. Aktuell könne er sich nicht vorstellen, dass Zufahrten von der Dossenbacher Straße her oder über die Wiechser Straße möglich seien. Und auch vom oder zum Eisweiher in Schopfheim sei ein sinnvoller Fahrzeugverkehr nur schwer zu realisieren.

Einige Herausforderungen

Auch Ortsvorsteher Ino Hodapp sah „große Herausforderungen auf die Stadt zukommen“, zumal – wie Markus Hurter nach Vorgesprächen mit den Genehmigungsbehörden betonte – „die Zufahrt über Wiechs keinesfalls genehmigt“ würde. Markus Hurter ist klar, dass eine zufriedenstellende Lösung „eine Stange Geld kosten“ wird. Hinter allem stehe der Wunsch der Biohof-Betreiber, ihren Betrieb nicht abzuschotten, sondern in das Naherholungsgebiet zu integrieren. Der Hof müsse offen und durchgängig sein für Menschen, die sich darin aufhalten.

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Allen sei bewusst, dass Verkehrsfluss und Parken „ein Riesenthema“ sein werde. Ino Hodapp fand die Idee, Hofgut und Gestüt Sengelen zu verbinden, „löblich“. Aber auch er sieht erhebliche Schwierigkeiten, Autos beider Einrichtungen unterzubringen, auch wenn es gelinge, die Straße zum Sengelen von der Dossenbacher Straße her zweispurig auszubauen, wie das Markus Hurter für erforderlich hält.