Schritt für Schritt kommt der Sportverein Schopfheim seinem neuen Sportheim näher. Und Schritt für Schritt wird auch die Finanzierungslücke kleiner, die beim SVS noch zwischen den Gesamtkosten und den bisher erwirtschafteten Geldern liegt. 450.000 Euro muss der Verein insgesamt für sein neues Domizil selbst beitragen – noch fehlen rund 120.000 Euro. Das Gebäude selbst ist dagegen schon fast fertig. Es geht nur noch um den Innenausbau und kleinere Details.

Dietmar Matt, Andreas Gsell, Tessy Reda und Rudolf Becker (von links) suchen weiter Sponsoren für das neue Sportheim.
Dietmar Matt, Andreas Gsell, Tessy Reda und Rudolf Becker (von links) suchen weiter Sponsoren für das neue Sportheim. | Bild: Nicolai Kapitz

Auf dem Rasenplatz läuft die Sprinkleranlage, jenseits der Tribüne grüßt der immergrüne Kunstrasen, und jenseits der Oberfeldstraße fährt gerade eine S-Bahn vom Haltepunkt Schlattholz ab. Das sind drei der vier Bausteine, aus denen der SV Schopfheim eine zukunftsfähige Infrastruktur im Oberfeldstadion errichten will. „Der tolle Rasenplatz, der Kunstrasen, die nahe S-Bahn-Station“, sagt Tessy Reda vom Vorstand des Gesamtvereins und der Fußballabteilung, „sind große Vorzüge“. Der vierte und wohl wichtigste Baustein soll das neue Sportheim werden. Seit Herbst 2019 wird hier gebaut und inzwischen befinden sich die Arbeiten auf der Zielgeraden. Der Rohbau ist längst fertig.

Davor haben sich Tessy Reda, Vermessungsingenieur Dietmar Matt sowie Andreas Gsell und Rudolf Becker vom Förderverein des SVS an diesem Montag zu einem Fototermin zusammengefunden. Der Förderkreis hat 15.000 Euro aus seinen Rücklagen genommen und dem SVS für die Finanzierung des Sportheims überwiesen. „Normalerweise fließt das Geld vom Förderkreis in die Jugendarbeit“, erklärt Tessy Reda. „Aber in diesem Fall machen wir eine Ausnahme. Das Sportheim kommt schließlich auch der Jugend zugute.“ Die Idee von Andreas Gsell, für die Fliesen im neuen Sportheim für je 20 Euro Sponsoren zu suchen, hat bisher noch einmal 5000 Euro gebracht, auch sie werden bei diesem Termin auf einem symbolischen Scheck überreicht.

Die Schecks stehen für das immer noch verbleibende Problem: Der Sportverein sucht dringen Sponsoren und Spender, um die verbleibende Finanzierungslücke von nunmehr rund 120.000 Euro schließen zu können. Die SVSler sind stolz darauf, dass sie diese Lücke dank vieler Sponsoren aus dem privaten und vor allem gewerblichen Bereich schon deutlich verkleinern konnten. „Es ist toll, dass uns so viele Leute treu geblieben sind“, sagt Rudolf Becker. „Trotz Corona.“ Und doch werden immer noch weitere „Treue“ gesucht: Die Fliesen-Aktion läuft weiter und auch sonstige Sponsoren sind herzlich willkommen. Und neuerdings hat der SV-Förderkreis einen Online-Fanshop ins Leben gerufen – auch damit soll der Verein unterstützt werden, nicht zuletzt beim Sportheim. „Der Bau ist eigentlich finanziert“, sagt Dietmar Matt, SVSler und gleichzeitig als Bauvermessungsingenieur auch in das Projekt involviert. „Jetzt fehlen noch der Innenausbau und die Einrichtung.“

Zu rund 85 Prozent sei das Sportheim fertig. Im Moment reißen Bagger den Boden am neuen Sportheim auf, damit Rohre verlegt werden können. „Es werden jetzt alle Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser gemacht“, sagt Tessy Reda. Im Inneren sind Maler und Elektriker am Werk. Ende September oder Anfang Oktober sollte das Sportheim eigentlich eröffnet werden, doch mit einem konkreten Termin halten sich die Verantwortlichen noch zurück – vor allem auch wegen Corona: „Wir werden sehen, was dann möglich ist“, sagt Rudolf Becker. „Das Richtfest hat schließlich auch nicht geklappt.“ Die Zeit drängt ein bisschen: Anfang Oktober beginnt das neue Semester der Volkshochschule – und die ist bekanntermaßen der erste Mieter, der den Gymnastikraum im Obergeschoss des Sportheims nutzen wird. Wenn das neue Zuhause des SVS dann einmal in Betrieb ist, hoffen die Verantwortlichen auf einen Effekt, der sich vor allem bei den Neuanmeldungen bemerkbar macht: „Das Sportheim, die Haltestelle, der Rasen und der Kunstrasen werden uns helfen“, sagt Tessy Reda. „Man muss weit fahren, um so eine Infrastruktur irgendwo zu finden.“

Informationen zur Fliesen-Aktion und zu Spendemöglichkeiten gibt es unter foerderkreisfussballschopfheim.com. Spendenkonto: IBAN DE25 6835 1557 0003 0879 88 (bitte angeben: Fliesenspende).

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