Die Gemeinde will kräftig an der Preisschraube für Trinkwasser drehen. Das kündigten Bürgermeister Jürgen Multner und Kämmerer Ingo Röslen im Gemeinderat an. Der Preis beim Wasserbezug soll zum Jahreswechsel von 1,15 auf 1,49 Euro je Kubikmeter angehoben werden. Moderat angehoben werden soll der Entwässerungsbeitrag.

„Wir hatten beim Trinkwasser hohe Verluste in den letzten Jahren “, begründete Röslen den drastischen Preisaufschlag von 34 Cent je Kubikmeter Wasser. Bei der Abwassergebühr werde die Gemeinde den Bürgern etwas entgegen kommen, kündigte er an. Die höheren Wasserkosten würden auch erforderlich, weil große Investitionen anstünden: 255.000 Euro für eine neue Löschwasserleitung in der Alemannenstraße und 320.000 Euro im Zuge der Erneuerung der Wasserleitungen in der Kupfergasse und Am Platz.

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Breiten Raum nahmen die Erläuterungen des Kämmerers zu den neuen Abwasser-Anschlussgebühren ein, die nach 14 Jahren moderat angehoben werden, was der Gemeinderat einstimmig beschloss. Die Räte mussten in der Sitzung zunächst beschließen, ob er die Investitionsausgaben der Gemeinde, wie in Kanalbauten oder in die Regenwasserbehandlungsanlagen, zum maximal zulässigen Anteil von 90 Prozent an die Anschlussnehmer weiterverrechnet wird oder ob die Gemeinde einen größeren Teil hiervon selbst trägt.

Weil die Erstanschlussbeiträge nur etwa alle zehn Jahre neu berechnet werden, musste zudem einerseits prognostiziert werden, wo überhaupt in Zukunft Wasser-Neuanschlüsse zu erwarten sind. Das heißt, wo künftig Neubaugebiete entstehen oder verdichtet wird. Diese Prognose musste der Gemeinderat ebenfalls absegnen. Andererseits mussten die künftigen Investitionen für Erstanschlüsse in Neubaugebieten prognostiziert werden. Aus beiden Komponenten werden laut Röslen folgende Gebühren errechnet: Beim Wasser werden 2,70 Euro pro Quadratmeter kalkuliert (bisher 2,57 Euro/Quadratmeter). Beim Abwasser werden 6,41 Euro pro Quadratmeter kalkuliert, bisher warten es 6,12 Euro/Quadratmeter).

Eine weitere Ermessensentscheidung des Gemeinderats ist die Frage, ob der Abwasseranschlussbeitrag einheitlich oder getrennt nach Schmutz- und Regenwasser kalkuliert wird. Der Gemeinderat beschloss die Vorlage einstimmig.