Der Gemeinderat gab bei zwei Gegenstimmen grünes Licht für die Öffnung des Schopfheimer Freibads am Montag, 29. Juni. Das Wasser ist bereits in den Becken, sagte Bürgermeister Dirk Harscher. Das Wetter passe auch, und für Familien sei das wichtig.

  • Die Debatte: Das sieht auch Heidi Malnati (CDU) so: „Die Bürger sind glücklich“, sagte sie. Diskutiert werde allerdings die Online-Buchung für Karten. Nicht jeder sei dazu in der Lage. Bürgermeister Harscher wusste, dass das System leicht zu handhaben sein soll und Auskunft über den aktuellen Besucherstand gebe. Der Betreiber des Freibads werde für ältere Menschen, die mit dem Computer nicht umgehen können, an der Kasse einen Bereich einrichten, an dem 25 Coins ausliegen. Diese Menge findet Teresa Bühler (SPD) zu wenig. Dirk Harscher ist dennoch guter Dinge, dass es funktionieren wird, zumal viele ältere Menschen Unterstützung von jüngeren Leuten erhalten, wenn es mit dem Computer mal nicht so klappt. Die Startphase lasse 500 Badegäste zu, die auf knapp 800 gesteigert werden. Karlheinz Markstahler (FW) sprach sich aus gesundheitlichen Gründen gegen die Öffnung des Freibads aus: Das könnte dem Coronavirus Vorschub leisten. Markstahler erinnerte daran, dass das Freibad keine Pflichtaufgabe der Stadt sei.

Bis ins letzte Detail ist Schwimmmeister Matthias Wüst zwar auch noch nicht mit den geltenden Vorschriften vertraut, doch er kennt sie im Groben. Letzte Detailabsprachen sollen noch in dieser Woche mit dem Badbetreiber geführt werden, sagte Wüst am Dienstag auf Anfrage.

  • So kommt man ins Bad: Im Internet kann während der Saison eine Tageskarte gekauft werden, die dazu berechtigt, den ganzen Tag im Freibad zu bleiben. Sie kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder, Schüler, Rentner und Schwerbehinderte 2,50. Der Kauf des Online-Tickets kann bis zu sechs Tage im Voraus erworben werden. Lediglich Frühschwimmer können im Internet eine Saisonkarte (40 Euro) kaufen, die allerdings ausschließlich zu den Frühschwimmerzeiten montags bis donnerstags von 6 bis 9 Uhr genutzt werden könne. Der Schwimmmeister kontrolliert diese Karte per Scanner. Die Kasse sei den ganzen Tag von 9 Uhr an besetzt. Dort werden die im Internet erworbenen Karten kontrolliert und die Coins vergeben – aber nur, solange der Vorrat reicht. Wer das Bad verlässt, gibt seinen Coin an der Kasse wieder zurück.

In der ersten Woche sollen 500, in der zweiten Woche 600 und danach 765 Badegäste eingelassen werden, um zu testen, wie es läuft. Denn auch im Freibad gelte es, den Mindestabstand von 1,50 Meter zu wahren. Im Gebäude gilt Maskenpflicht. Es stehen laut Matthias Wüst je zwei Warmduschen im Herren- und Damenbereich zur Verfügung. Je eine große Umkleidekabine (für Einzelpersonen und Familien) werde im Damen- und Herrenbereich eingerichtet. „Es sollen Begegnungen vermieden werden“, sagte Wüst. Im Schwimmerbecken selbst trennt ein Absperrseil einen Bereich, der für sportliche Badegäste reserviert ist.

  • Einschränkungen: Gesperrt werden – zumindest in der Anfangszeit – der Beachvolleyballbereich und das Fußballfeld; auch die Sprungtürme und die Rutschbahn stehen aus Sicherheitsgründen nicht zur Verfügung. Schrankspinde wie auch der Liegestuhlservice seien gesperrt. Das Schwimmen und die Liegewiesen stünden zunächst im Vordergrund. Alles andere müsse noch hintan stehen. Zunächst werde beobachtet, wie sich der Badebetrieb entwickelt.
  • Durchgehend offen: Während in Zell, Todtnau und Schönau der Badebetrieb unterbrochen wird, um zu reinigen und zu desinfizieren, wird das Schopfheimer Freibad durchgehend geöffnet sein. Die Reinigung soll währenddessen erfolgen.

Online-Tickets können ab Sonntag, 28. Juni, im Internet gebucht werde:
http://www.schopfheim.sport-freizeitbaeder.de

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