Die Konfitürenmanufaktur Alfred Faller GmbH hat fünf Arbeitsplätze abgebaut. Grund sind Umsatzverluste durch die Corona-Krise, mit denen auch auf längere Sicht gerechnet wird. Das teilt Thomas Faller mit, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. Ende Juni mussten demnach fünf Kündigungen ausgesprochen werden. Aktuell sind 95 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt, darunter elf Auszubildende.

„Die rasche Ausbreitung des Coronavirus hat dramatische Auswirkungen auf unsere Haupt-Zielgruppe, den Tourismus und die Hotellerie insgesamt, der wir seitdem mit dem Instrument Kurzarbeit begegnen“, so Thomas Faller. Während die Ferienhotels nach fast zehnwöchigen Komplettschließungen wieder öffnen durften, litten sie nun unter den neuen Infektionsschutzmaßnahmen und könnten verlorene Umsätze nicht mehr wettmachen.

Das ausbleibende Veranstaltungsgeschäft bei Messen, Tagungen und Seminaren werden die Stadt- und Tagungshotels sowie Seminarhäuser und Tagungszentren lange nicht mehr das Vorkrisenniveau erreichen lassen. „Auch die Belieferung von Kreuzfahrtschiffen kam völlig zum Erliegen“, so Faller. Wegen der schlechten Aussichten müsse man mit „deutlich geringeren Umsatzvolumina“ rechnen. „Leider bedingt dies auch eine Anpassung unseres Personalbestandes an die neue Situation“, so Thomas Faller. Er führt die Firma mit seiner Frau Bettina Faller. Das Unternehmen wurde 1913 in Schönau gegründet und zog 2007 nach Utzenfeld. Produziert werden über 50 Sorten Konfitüre. „Fallers Lädele“ und das Café sind coronabedingt geschlossen.