Wurden auf den Sportplätzen der Stadt Schopfheim die Einschränkungen gelockert, so werden sie andernorts verschärft: Wie Bürgermeister Dirk Harscher beim obligatorischen Corona-Pressegespräch am Dienstag im Rathaus verkündete, herrscht ab kommendem Samstag analog zur Regelung in den Geschäften auch auf dem Schopfheimer Wochenmarkt eine Maskenpflicht. Obendrein gab Harscher bekannt, dass die derzeitigen Regeln im Rathaus bis Pfingsten bestehen bleiben und dass die Zahl der Infizierten in der Stadt konstant sei. Bei dem Pressegespräch übte er Kritik an den Samstagsdemonstrationen auf dem Marktplatz.

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  • Infiziertenzahl: Die Zahl derjenigen, die sich in Schopfheim nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt wie in der Vorwoche bei 62. „Das ist erfreulich und bestätigt auch den Trend im Landkreis“, sagte Harscher beim wöchentlichen Corona-Infogespräch. „Wir hoffen, dass das so bleibt.“
  • Wochenmarkt: Um einen Schritt dahin zu tun, dass dies so bleibt, hat die Stadt die Einführung einer Maskenpflicht auf dem Schopfheimer Wochenmarkt beschlossen. „Es ist momentan tolles Wetter, das Angebot auf dem Markt wird größer“, so Harscher. Da werde es schnell eng. Daher sei die Entscheidung gefallen, genauso wie in den Geschäften der Stadt auch auf dem Markt eine Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase einzuführen – übrigens auch für die Verkäufer. Die Allgemeinverfügung dazu tritt ab kommenden Samstag, 16. Mai, in Kraft.
  • Rathaus: Auch im Schopfheimer Rathaus gelten weiterhin Ausnahmeregeln. Zur Zeit sind die städtischen Dienststellen nur nach vorheriger Anmeldung für Besucher geöffnet, und diese Regel soll nun bis Pfingsten verlängert werden, wie der Bürgermeister erklärte. Das bedeutet auch, dass der Einlass weiterhin kontrolliert wird. „Wir wissen, dass es bei der Terminvergabe zu Wartezeiten kommt“, so Harscher. „Aber im Moment ist das die beste Lösung. Und jeder bekommt einen Termin.“ Die Termine werden über die Nummer Tel. 07622/39 60 vergeben.
  • Samstags-Demonstrationen: Kritisch sieht der Bürgermeister die samstäglichen Demonstranten aus der ganzen Region, die sich für einen „stillen Protest gegen die Abschaffung der Grundrechte“ den Marktplatz in Schopfheim ausgesucht haben. „Gott sei Dank kann man in Deutschland frei seine Meinung äußern“, so Harscher. Aber die Corona-Proteste seien einerseits problematisch, weil Ansammlungen vieler Personen dem Gedanken widersprächen, das Infektionsrisiko zu senken. „Andererseits bekommen hier auch Meinungen eine Plattform, bei denen es problematisch ist“, so der Bürgermeister. „Politische Gruppen nutzen das zur Zeit aus. Das freut mich natürlich nicht.“ Er hoffe, dass die Proteste weniger werden, je mehr Lockerungen es mit den Corona-Verordnungen gebe. „Ich hoffe, dass wir da gut durchkommen. Aber ich will mir gar nicht vorstellen was passiert, wenn wir Lockerungen im Herbst wieder zurücknehmen müssten oder Jobs in Gefahr geraten.“

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