Am Samstag war internationaler „Cleanup Day“. Weltweit waren Menschen aufgerufen, die Umwelt von herumliegendem Müll zu befreien. Auch in Schopfheim fand eine von Manuela Röhl organisierte Sammelaktion statt. Zehn umweltbewusste Mülldetektive machten sich auf den Weg, um die Landschaft ein wenig sauberer zu machen.

Zum diesjährigen „World Cleanup Day“ am 18. September hatten Umweltschützer in mehr als 160 Ländern Gruppen, Organisationen, Initiativen und Vereine dazu aufgerufen, Plastikmüll und anderen Unrat einzusammeln. Der Ruf wurde auch in Deutschland gehört: Landesweit trafen sich am Samstag rund 142.000 Menschen, um in über 700 Kommunen mit mehr als 3000 „Cleanups“ für Sauberkeit zu sorgen.

Eine groß angelegte landesweite Müllsammlung wurde von der Firma „proWin“ organisiert. Seit 26 Jahren setzt sich das Unternehmen für den Schutz der Umwelt ein und hat in diesem Jahr erstmalig die Aktion „proWin Cleanup“ ins Leben gerufen, für die bundesweit 30.000 Anmeldungen eingingen. Davon konnte auch Schopfheim profitieren, denn hier hat Unternehmensmitarbeiterin Manuela Röhl die Initiative ergriffen und ein Müllsammelteam für eine ausgedehnte Putzete zusammengetrommelt.

Bewaffnet mit Greifzangen, Handschuhen, Westen und Abfallsäcken machte sich das zehnköpfige Team in drei Gruppen auf zum Großangriff gegen herumliegenden Unrat. Gesammelt wurde von 9.30 bis 12 Uhr in Enkenstein und Langenau, in Schopfheim vom Skatepark bis hin zur Dinkelbergstraße und entlang der Wiese vom Fitnessstudio bis hoch zum Spielplatz Bremt.

Die Sammelaktion erregte Aufmerksamkeit: „Wir alle sind immer wieder von Leuten angesprochen und gelobt worden“, freute sich die Organisatorin. René und Elena Fernandez ergänzten: „Man sagte uns, dass es eigentlich traurig ist, dass wir den Dreck anderer Leute wegmachen müssen. Uns wurde immer wieder dafür gedankt. Es gab wirklich tolles Feedback.“ Zur Sammelausbeute gehörten Flaschen, Papier, Verpackungen, Plastik, Alufolie, Zigarettenschachteln und -kippen, Schutzmasken und sogar ein Autoreifen. Als kuriose Fundsachen erwähnte René Fernandez zwei geschlossene Dosen Gulasch und eine Nachttischlampe.

Trotz aller Mühe, die Beteiligten waren sich einig: Der Einsatz hat ihnen Spaß gemacht. „Wir waren in freier Natur und konnten auch noch etwas Gutes tun.“

Für Manuela Röhl steht fest: Beim nächsten „Cleanup Day“ werde eine „proWin-Truppe garantiert wieder zur Stelle sein. „Ich werde dann auch Vereine ansprechen und sie bitten, mitzumachen.“ Der Einsatz hat sich gelohnt, denn die Sammelausbeute konnte sich sehen lassen: Sechs prall gefüllte Müllsäcke und besagter Autoreifen landeten am zuvor mit der Stadt vereinbarten Ablageort. Das Ordnungsamt kümmert sich um die Abholung und den Transport zum Werkhof. Unterstützt wurde die Sammelaktion auch vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, der die fachgerechte Entsorgung übernimmt.