„Der Sommersound ist eine feste Größe im Festivalkalender der Region“: Und so ist Veranstalter Christoph Römmler überzeugt, dass auch 2019 die Marktplatz-Konzertreihe wieder ein Erfolg wird – auch wenn das Lörracher „Stimmen“-Festival überraschend terminlich in Konkurrenz tritt, was für kritische Randtöne beim Sommersound-Pressegespräch sorgte. Römmler: „Wir haben ein tolles Programm, müssen uns vor niemandem verstecken“. Zugesagt haben bereits Wincent Weiss, Roland Kaiser und Ben Zucker – alle drei singen auf Deutsch.

Das Programm

Christoph Römmler von der Agentur Karo-Events, die seit neun Jahren das Festival organisiert, gab am Dienstagnachmittag im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Christof Nitz und mehreren Sponsoren das Programm für 2019 bekannt. So wird es im nächsten Jahr wieder viertägig sein – die fünf Termine in diesem Jahr seien eine Ausnahme gewesen. „Wir wollen auch gar nicht weiter wachsen“, sagte Römmler. Mit diesen vier Tagen, seinem künstlerischen Konzept und seiner„Hautnah-Atmosphäre“ sei der Sommersound genau richtig. „So funktioniert er.“ Der Erfolg dieses Jahres, als vier von fünf Konzerten ausverkauft waren, „ist eh nicht zu toppen. Wir können nur versuchen, das Niveau zu halten.“

  • Donnerstag, 11. Juli: Das Open-Air-Festival auf dem Marktplatz wird mit einer rockigen Nummer eröffnet. Allerdings steht der Künstler noch nicht fest.
  • Freitag, 12. Juli: Am zweiten Abend werden so vertraute Lieder wie „Manchmal möchte ich schon mit dir“, „Joana“ oder „Dich zu lieben“ über dem Marktplatz erschallen: Schlagerstar-Legende Roland Kaiser (66) hat sich mit 14-köpfiger Band angesagt. „Das wird ein richtiges Erlebnis“ ist Römmler überzeugt, der Roland Kaiser kürzlich schon einmal gebucht hat und von ihm total begeistert ist. Kaiser biete eine großartige und mitreißende Show, daher wird es auch keine Sitz-, sondern nur Stehplätze geben. Römmler rechnet mit 2500 bis 3000 Besuchern.
  • Samstag, 13. Juli: Vor weinigen Tagen wurde angekündigt, dass der 25-jährige Wincent Weiss auftritt. Beleg für die Popularität des „geborenen Nachfolgers von Max Giesinger“ (Römmler) sind die Vorverkaufszahlen: In gerade mal eineinhalb Wochen wurden schon mehr als 1000 Tickets verkauft. Weiss kommt aus dem „New Pop“-Bereich, singt – was aktuell voll im Trend ist – auf Deutsch. Seine Single „Musik sein“ wurde mehr als 20 000 Mal verkauft, auch die Single „Feuerwerk“ und das Album „Irgendwas gegen die Stille“ stürmten die Charts.
  • Sonntag, 14. Juli: Den Schlusspunkt setzt der Berliner Ben Zucker (35). Um Ben Zucker gibt es einen wahren Hype, aktuell begleitet er Deutschlands erfolgreichste Künstlerin Helene Fischer auf ihrer Tournee. Mit seiner aktuellen Single „Der Sonne entgegen“ aus der Album-Sommer-Edition „Na Und?!Sonne!“ hat er einen echten Ohrwurm veröffentlicht. Zucker habe zwar eine eher rockige Stimme, seine – ebenfalls deutschsprachigen – Songs sind aber eine Mischung aus Pop und Schlager.

Rück- und Ausblick

Christof Nitz, der letztmals als Bürgermeister bei einem Sommersound-Pressegespräch teilnahm, nahm dies zum Anlass für einen Rückblick. Er sei „stolz darauf, wie sich das entwickelt hat“, so Nitz, der nicht nur die Idee für das Festival hatte, sondern dieses zu Beginn in Eigenregie zusammen mit der Stadtmusik organisierte. 2011 dann, als mit Karo-Event ein professioneller Veranstalter gefunden wurde, sei das Festival dann in eine ganz neue Liga aufgestiegen und habe nun einen enormen, überregionalen Stellenwert. Nitz: „Die Stadt Schopfheim hat mit diesem Festival wirklich gewonnen“. Nitz dankte Römmler für die gute und verlässliche Zusammenarbeit. Dieser gab den Dank zurück: „Dieses Produkt ist ganz eng mit Ihnen verbunden.“

Kritische Töne gab es aber auch – in Richtung Lörrach. „Mit Befremden“, so Nitz, habe er zur Kenntnis genommen, dass die Organisatoren des Lörracher „Stimmen“-Festivals unabgesprochen für 2019 die Marktplatzkonzerte zwei Wochen vordatiert haben – genau auf das Sommersound-Wochenende. Bisher sei es üblich gewesen, dass die Festivalmacher in der Region immer so planen, dass „alle aneinander vorbeikommen“. Es sei sicher nicht ideal, dass jetzt „zwei Festivals auf so engem Raum zeitgleich stattfinden“. Römmler äußerte sich zurückhaltender, aber im Tenor ähnlich: Dies sei in der Branche keine übliche Vorgehensweise. Es sei seit Jahren völlig klar, dass der Sommersound-Termin immer am zweiten Juliwochenende über die Bühne geht. „Wir haben uns da eingegroovt.“ Römmler stellte klar, dass sich Schopfheim von diesem Datum nicht verdrängen lassen wird, „egal was passier“. Gedankt wurde wieder den Sponsoren, ohne die ein solches Festival nicht zu stemmen sei und der Stadtmusik Schopfheim. Diese kümmert sich wieder um Auf- und Abbau sowie um die Bewirtung.