Darf eine vierte Windkraftanlage auf dem Glaserkopf zwischen Gersbach und Hasel gebaut werden? Die endgültige Antwort auf diese Frage bleibt weiter unklar. Denn nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg, das den Einspruch eines Bewohners der nahen Mettlenhöfe abgewiesen hatte, möchte dieser Bewohner das Urteil nun anfechten. Das teilte am Montag Ulrich Stark, Pressesprecher des Windpark-Erbauers EnBW, in einer kurzen Presseinformation mit.

Demnach möchte der Gersbacher Wolfgang Bürk, dessen Aussiedlerhof rund 400 Meter vom geplanten Standort der Anlage entfernt liegt, gegen das Urteil vorgehen und die nächsthöhere Instanz anrufen – das wäre dann der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. „Damit bleibt die mögliche Windkraftanlage da, wo sie schon ist“, schreibt Stark. „Auf Eis.“ In der Auseinandersetzung geht es grundsätzlich darum, ob EnBW den drei bereits errichteten Windkraftanlagen auf dem Glaserkopf noch eine vierte hinzufügen darf.

Gegen diese Pläne hatte Wolfgang Bürk Einspruch erhoben mit der Begründung, die Anlage liege zu nahe an seinem Aussiedlerhof. Er fühle sich in seiner Existenz bedroht. Das Verwaltungsgericht hatte die Klage Bürks aber Anfang November abgewiesen. Zur Begründung hieß es, es sei keine unzumutbare Beeinträchtigung für das Anwesen des Klägers festzustellen.