Max Schwörer erhielt bei der Benefiz-Gala am Samstagabend in der Stadthalle den mit 1000 Euro dotierten Bürgerpreis der Bürgerstiftung Wiesental verliehen.

  • Der Preisträger: Keine Frage, es hat erneut einen getroffen, der allein mit seiner Bescheidenheit, aber vor allem mit seinem großen ehrenamtlichen Engagement die Ehre verdient hat: Der gebürtige Schönauer Max Schwörer, der „im schönsten Dorf des Wiesentals“ (Geschwend) aufwuchs und den es im Alter von 20 Jahren nach Fahrnau verschlug. Und seine Reaktion auf den Preis zeigt, dass die Wahl auf den Richtigen gefallen war: „Ich teile die 1000 Euro auf, die ich stellvertretend für viele andere ehrenamtlich tätige Menschen annehme, und unterstütze mit jeweils 500 Euro die Zeitbank und das Schatzkästlein der Awo“, kündigte der sichtlich gerührte Max Schwörer unter dem Beifall der Zuhörer im Beisein seiner Frau Evelin an. Ihr schrieb er einen gewichtigen Anteil an dem Ehrenpreis zu.

Max Schwörer war Mitglied der Agendagruppe „sauber und sicher“, er war Bezirkslehrwart im Skibezirk 5, Landesausbilder im Skiverband Schwarzwald, 35 Jahre lang Skischullehrer und Vorstandsmitglied im Skiclub Fahrnau, organisierte Trainings und Skisportevents und ist noch immer Nordic-Walking-Trainer. Zusammen mit Förster und Schülern der Hebelschule pflanzte er Bäume, fertigte den Brunnen im Entegast, putzte Brunnen, stellte die Bank beim Rückhaltebecken zwischen Fahrnau und Hausen wieder her, betreut den Bücherschrank am Marktplatz und war von der ersten Stunde an dabei, als Schopfheim begann, die Flüchtlinge zu betreuen. Zudem engagiert sich Max Schwörer in Sachen Partnerstadt Poligny und war Mitbegründer der „ZeitbankPlus Mittleres Wiesental“, um nur einige Aktivitäten zu nennen.

  • Die Benefiz-Gala: Nach der Premiere 2017 zum zweiten Mal zeigten sich mehrere Hundert Gäste der Bürgerstiftung Wiesental und der Wiesentäler Clubs Rotary und Kiwanis in Diensten einer guten Sache spendabel. Wie schon beim ersten Anlauf rannten die Organisatoren mit ihrem Appell bei Menschen offene Türen ein, die sich auf der Sonnenseite des Lebens an diejenigen erinnern, denen das Schicksal nicht immer ganz so hold gewesen ist. Sie öffneten am Samstag in Schopfheims guter Stube nicht nur ihr Herz, sondern auch die Geldbörsen für Bedürftige und Organisationen, die Bedürftige in ihrer Obhut haben. Dabei gab es ein Dreigänge-Menü aus Küchen und Kellern von Spitzengastronomen in Schopfheim und Zell und dazu ein schwungvolles Programm. Altbürgermeister Christof Nitz führte humorvoll und schlagfertig von Nummer zu Nummer, sodass der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Georg Ückert, den Kabarettisten Reinhold Fetscher zitierte. Dieser hatte Nitz wegen dessen filmreifer Auftritte auf jeder Art von Bühne als „Eventmanager im Körper eines (gewesenen) Bürgermeisters“ bezeichnet. Nitz führte so sicher durch den Abend, dass Georg Ückert schmunzeln musste: „Jeder, der nach Christof zum Mikrofon greift, hat von vornherein verloren.“

Der Schirmherr der Gala, Bürgermeister Dirk Harscher, traf den Nagel auf den Kopf, als er in seinen Grußworten Goethe bemühte: „Wer nichts für andere tut, tut auch nichts für sich!“ Der Abend beweise das vorbildliche Engagement der Markgrafenstadt und des mittleren Wiesentals, das in der hiesigen Region schon viele Jahre spürbar gelebt werde. Das sei, so Harscher, „leider nicht mehr selbstverständlich in dieser
Zeit, in der jeder nur noch auf sich schaut.“ Kiwanis, Rotary und die Bürgerstiftung seien feste Größen in der Gesellschaft geworden und nicht mehr wegzudenken, betonte der Schirmherr und zählte die Projekte auf, die im Lauf der Jahre von der Spendentätigkeit profitierten.

  • Auf der Bühne: Weltmeister, Europa- und Deutsche Meister in Serie stellte die Lörracher „Body Language Crew“ um Mentor Shalijani den Gästen der Benefiz-Gala vor. Und sie zeigten mit atemberaubenden, mitunter halsbrecherischen Übungen und Tänzen, warum sie in Deutschland und der Welt Titel einheimsen. In zwei Teilen begeisterten die Mädchen und Jungs die Gäste im Saal zwischen den drei Gängen des Menüs, das die gehobenen Ansprüche der illustren Gästeschar, darunter zahlreiche Bürgermeister, Gemeinderäte und Landrätin Marion Dammann aus Lörrach, erfüllte.

Wohin die Einnahmen fließen: Sie bestehen aus 7500 Euro aus der Gala-Tombola mit 1500 Losen sowie weiteren Einnahmen der Veranstaltung. Der Kiwanis-Club gab seinen Anteil an den Spenden an das Lörracher Frauenhaus, die Michaels-Gemeinschaft Schweigmatt und den Begegnungsbahnhof in Hasel. Und Holger Grüne, der Präsident des Rotary-Clubs Wiesental, kündigte die Unterstützung des Hospiz am Buck und des ambulanten Kinderhospitals Lörrach-Hochrhein der Malteser an.