Seit dem 1. September ist Christoph Faller neuer Rektor der Max-Metzger-Grundschule in Schopfheims Stadtmitte. Drei Monate hatte der frühere Freiburger Zeit, sich auf seine neue Schule einzustellen, Schüler und Kollegium kennenzulernen und sich im Büro des Schulleiters häuslich einzurichten. Dass all das bestens geklappt hat, wurde kürzlich deutlich, als Faller bei einer kleinen Feierstunde offiziell ins Amt eingeführt wurde.

„Wir freuen uns sehr, dass Sie bei uns in Schopfheim sind“, begrüßte Bürgermeister Dirk Harscher den nun nicht mehr ganz so neuen Schulleiter bei der Amtseinführung vor rund 50 geladenen Gästen mit Vertretern der Stadt, des Schulamts, der weiteren Schopfheimer Schulen und natürlich aus der Lehrerschaft. Der Rathauschef ist glücklich, dass für die sehr umtriebige Eva Skrypnik, die im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden war, so schnell ein passender Nachfolger gefunden wurde. „Für die Stadt Schopfheim sind Sie ein wahrer Gewinn und es stimmt uns alle sehr freudig, dass Sie sich für diese schöne Stadt im Mittleren Wiesental entschieden haben“, sagte Harscher. Für mehr als 200 Schülerinnen und Schüler sei Christoph Faller nun „das neue Vorbild“. Ein Vorbild, das wurde deutlich, ist auch die Max-Metzger-Schule selbst durch den vor einigen Jahren eingeschlagenen Weg zur verlässlichen Ganztagesschule in Wahlform mit inklusivem Charakter.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, zitierte Regina Höfler vom Schulamt Lörrach einen Satz von Franz Kafka – Christoph Faller möge diesen besonderen Weg, den seine Vorgängerin entscheidend mitbestimmte, weiter verfolgen. Unterstützung bekommt der 55-Jährige dabei auch von den Amtskollegen der weiteren und auch weiterführenden Schulen in Schopfheim. Das machte Claudia Tatsch, Direktorin des Theodor-Heuss-Gymnasiums, in ihrer Funktion als Schopfheims geschäftsführende Schulleiterin in ihrem Grußwort deutlich.

Christoph Faller bringe „die Souveränität mit, eine so große Grundschule wie die Max-Metzger-Schule durch die Aufs und Abs des Schulalltags zu steuern“,so Tatsch. Sie bemühte auch die oft verwendete Metapher von der „Schule als Schiff“, das der Rektor mir ruhiger Hand zu steuern habe. „Der Vergleich zwischen Schulen und Schiffen scheint mir durchaus treffend, bietet er doch auch die Möglichkeit, die Bildungspolitik und -landschaft mit dem Meer, seinen Gezeiten, also Ebbe und Flut, und mit den unbekannten oder zumindest neuen Ufern in Beziehung zu setzen.“ Sie überreichte Christoph Faller einen Modellbausatz für ein Wikinger-Schiff. „Wir wünschen Ihnen als Steuermann deshalb allzeit eine klare Sicht, günstige Winde und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, damit Sie wenig Energie für das Steuern aufbringen müssen und diese zur Verfügung haben für die wertvolle Fracht, die sich an Bord befindet: die Schülerinnen und Schüler.“

Christoph Faller zeigte sich einerseits dankbar, dass er in Schopfheim vom Lehrerkollegium, von der Stadtverwaltung und überhaupt vom Umfeld so warmherzig aufgenommen wurde. Eingelebt habe er sich inzwischen ganz gut, wofür auch das Miteinander im Lehrerzimmer mitverantwortlich sei, erzählte der neue Leiter der Max-Metzger-Schule. Faller lenkte den Blick in die Zukunft und auf das, was ihn als neuen Schulleiter demnächst beschäftigen wird: „Es gilt, die Schule weiterzuentwickeln“, sagte Faller. „Es geht um den Ausbau und die Optimierung unserer Ganztagsschule, wir werden aber auch einen Blick auf die bauliche Situation werfen müssen.“ Er sieht beim Zustand der beiden Schulgebäude Bedarf – „wir wollen da mit der Stadt ins Gespräch kommen und sehen, was möglich ist“. Da gehe es unter anderem auch um den Pausenhof, auf dessen östlichem Teil zur Zeit noch die Container der Kita am Marktplatz aufgebaut sind – wie es nach dieser Zwischenlösung dort weitergehen, will der Rektor zügig ansprechen.

Auch inhaltlich werden Dinge überarbeitet: „Nachdem Betreuung und Schulbetrieb immer mehr ein gemeinsames Gebilde sind, ist es sinnvoll, das Regelwerk der Schule weiter zu überarbeiten“, sagte Faller. Sprich: Mit dem Betreuungspartner, der Diakonie, werden neue Modelle der Zusammenarbeit gesucht. „Natürlich kenne ich noch nicht alles, und einige Dinge werde ich noch auf meine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Aber letztlich habe ich hier sehr viele freundliche Menschen kennengelernt und ich bin dabei, mich immer besser zurechtzufinden.“