Zunahme in Maulburg, Abnahme in Hausen, Hasel und im Kleinen Wiesental: Mit einer Ausnahme haben die Straftaten in den Gemeinden rund um Schopfheim abgenommen. Das geht aus der am Donnerstag vorgestellten Kriminalstatistik des Polizeireviers Schopfheim hervor. Einzig in Maulburg verzeichneten Revierleiter Christoph Dümmig und sein Team demnach mehr Fälle – vor allem bei Vermögensdelikten und Straßenkriminalität.

  • Maulburg: „Maulburg ist the Place to be“, hatte Revierleiter Christoph Dümmig die Gemeinde im Vorjahr noch als Ort weniger Straftaten und hoher Sicherheit gepriesen. Diesen Titel muss Maulburg nun abgeben: Die Zahl der Delikte ist auf fast allen Gebieten gestiegen, insgesamt von 189 auf 241 Fälle. Ins Auge fallen dabei vor allem die Vermögensdelikte und die Straßenkriminalität. Unter Vermögensdelikte fallen zum Beispiel Sachbeschädigungen, Diebstähle oder auch Schwarzfahren. Christoph Dümmig erklärt den Anstieg vor allem auch mit verstärkten Kontrollen in der S-Bahn, bei denen immer häufiger Leute ohne Fahrschein erwischt werden. Beim Thema Straßenkriminalität – hier werden zum Beispiel auch Schlägereien registriert – fällt natürlich das Stichwort Nachtumzug. Durch die starke Polizeipräsenz seien auch mehr Übergriffe erfasst worden, so Dümmig. Im Übrigen fällt auf, dass in Maulburg die Zahl der Einbrüche von null auf fünf Fälle gestiegen ist, zudem gab es zwei Überfälle auf die Jet-Tankstelle. Die Höhere Zahl der Drogendelikte (30 statt 17 im Vorjahr) sei im Wesentlichen einem einzigen Tatverdächtigen zuzuschreiben, „der nun halt mal in Maulburg wohnt“, sagte Christoph Dümmig. „Wohnt der jetzt immer noch in Maulburg oder dort, wo er hingehört?“, wollte Bürgermeister Jürgen Multner bei der Gelegenheit wissen. „Er wohnt in einer Ein-Zimmer-Wohnung mit stählernen Gardinen“, entgegnete Dümmig.
  • Hausen: Den Wanderpokal als Ort mit der erfreulichsten Entwicklung muss Maulburg in diesem Jahr an Hausen weiterreichen, wie die beiden Bürgermeister Multner und Martin Bühler am Rande scherzten. In der Tat hat es in Hausen 2018 eine ordentliche Senkung der Straftaten gegeben, von 111 im Jahr 2017 auf nurmehr 72. Besonders positiv: Die Zahl der Körperverletzungen brach ein (von 20 auf 13), auch gab es weniger Diebstähle (13 statt 18) und weniger Straßenkriminalität (11 statt 16 Fälle). Allerdings stieg auch in Hausen die Zahl der Wohnungseinbrüche von null auf drei, ebenso gab es drei Firmeneinbrüche. Auch Fälle von Gewaltkriminalität häuften sich leicht (sieben Fälle im Vergleich zu einem Fall).
  • Hasel: 27 Straftaten wurden hier 2018 verzeichnet, noch zwei weniger als 2017. Darunter sind vier Einbrüche (gegenüber sechs im Vorjahr), sieben Vermögensdelikte (drei im Vorjahr), sechs Körperverletzungen und neun Diebstähle (jeweils gleiche Zahl wie in 2017).
  • Kleines Wiesental: Auch hier ist der Trend rückläufig. 80 Straftaten im Jahr 2017 stehen 57 im Jahr 2018 gegenüber. Zurückgegangen sind vor allem Fälle von Diebstahl (sechs im Vergleich zu 17), Vermögensdelikte (neun im Vergleich zu zwölf), Straßenkriminalität (fünf im Vergleich zu zehn) und Gewaltkriminalität (ein Fall im Vergleich zu sechs im Vorjahr). Lediglich bei den schweren Körperverletzungen stieg die Zahl von fünf auf zehn Fälle.