Bei einem Brand auf einem Bauernhof am Burichweg in Hausen sind am Montagvormittag ein Stallgebäude und eine Scheune völlig zerstört worden. In dem Stall sind mehrere Rinder ums Leben gekommen. Die Ursache des Feuers ist noch nicht ermittelt, ersten Schätzungen zufolge könnte ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst haben. Die Höhe des Schadens ist ebenfalls noch unbekannt, soll aber – ebenfalls ersten Schätzungen zufolge – über 500 000 Euro liegen. Menschen wurden nicht verletzt.

Im Stall starben bei dem Brand mehrere Rinder. Bild: Nicolai Kapitz
Im Stall starben bei dem Brand mehrere Rinder. | Bild: Nicolai Kapitz

Der Notruf ging gegen 11.20 Uhr bei der Feuerwehr ein. Eine Bewohnerin des Aussiedlerhofs zwischen Hausen und Ehner Fahrnau hatte einen lauten Knall gehört, als sie aus dem Wohnhaus ins Freie lief, drang bereits schwarzer Rauch aus dem Stallgebäude. Dem Landwirt gelang es noch, einige seiner Rinder aus dem Stall zu treiben, sieben Tiere aber starben laut Polizeibericht im brennenden Gebäude. „Es hat sich rasend schnell ausgebreitet“, berichtete die Bewohnerin am Montagmittag. „Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt ist“, sagte ihr Mann, der auf dem landwirtschaftlichen Anwesen auch seine Schreinerei betreibt. Das Wohnhaus und der angrenzende Schreinereibetrieb wurden vor den Flammen bewahrt. „Das war unsere erste große Sorge“, erklärte Hausens Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Bernhard Schneider. Die Feuerwehr schützte das Wohnhaus und die weiteren Gebäude vor dem Übergreifen des Feuers, indem sie die Dächer mit viel Wasser kühlte. Die Wasserversorgung, berichtete Kreisbrandmeister Christoph Glaisner, sei „eine Herausforderung gewesen“, denn die Feuerwehr habe zunächst Leitungen zur in einiger Entfernung vorbeifließenden Wiese und zum Golfplatz legen müssen, wo Wasser aus den Zierteichen entnommen wurde.

Eine Scheune und ein Stall wurden bei einem Brand in Hausen völlig zerstört.
Eine Scheune und ein Stall wurden bei einem Brand in Hausen völlig zerstört. | Bild: Nicolai Kapitz

Trotz aller Bemühungen konnten die beiden mächtigen Hofgebäude nicht mehr gerettet werden. Krachend stürzte die Scheune Stück für Stück in sich zusammen. Das darin gelagerte Heu hatte innerhalb von wenigen Minuten Feuer gefangen. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand im Stall ausgebrochen. Wie und wo genau, das konnte am Montag noch niemand sagen. Sachverständige werden das in den kommenden Tagen untersuchen, erklärte Klaus Ziegler, für die Polizei Schopfheim vor Ort. Im Einsatz waren rund 80 Mann der Feuerwehren aus Hausen, Schopfheim und Zell, dazu das Rote Kreuz mit zehn Leuten, die glücklicherweise nicht ernsthaft eingreifen mussten.

Die Feuerwehren aus Schopfheim und Zell waren im Einsatz. <em>Bild: Nicolai Kapitz</em>
Die Feuerwehren aus Schopfheim und Zell waren im Einsatz. | Bild: Nicolai Kapitz

Vor Ort waren im Übrigen auch Techniker von ED Netze, die eine Hochspannungsleitung vorübergehend abschalten mussten.

Die Leitung verläuft genau über der abgebrannten Scheune und wurde durch das Feuer heiß. Sie dehnte sich aus und berührte beinahe das Scheunendach. Aus Sicherheitsgründen wurde der Strom abgeschaltet. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt. Die Polizei schätzt den Schaden allerdings auf 500 000 bis 600 000 Euro.