Das Generationenprojekt Campus Friedrich-Ebert-Schule wird offenbar doch deutlich teurer als bisher veranschlagt: Die Verwaltung beziffert die Gesamtkosten in der Sitzungsvorlage für die Gemeinderatssitzung am kommenden Montag mit 27,8 Millionen Euro. Der Kostendeckel von 23,8 Millionen Euro, den der Gemeinderat beschlossen hatte, wird damit um vier Millionen Euro gesprengt.

Als Grund für die Teuerung bezeichnet Bauamtsleiterin Karin Heining auf Nachfrage der teilweise die derzeitigen Kostensteigerungen im Baugewerbe. Andererseits sei hier aber auch eingerechnet, dass die Sanierung des Altbaus nun doch zu einem gewissen Teil umgesetzt werden soll – teilweise unterstützt durch Fördergelder. Genauere Auskünfte erteilte Heining nicht, sie verwies auf eine ausführliche Präsentation der Kostensituation beim Campus-Projekt in der Gemeinderatssitzung.

Dass die Kostensteigerung im Gremium für längere Diskussionen sorgen wird, gilt als sicher: „Das wird ein Tagesordnungspunkt, an dem der Rat zu knabbern hat“, erklärte zum Beispiel SPD-Fraktionschef Artur Cremans am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung. Grünen-Sprecher Ernes Barnet kündigte bereits an, im Gremium für eine „Kostenbremse“ votieren zu wollen, bevor das Gesamtprojekt finanziell aus dem Ruder läuft.

In der Sitzung soll der Gemeinderat im Übrigen auch zwei Fachbüros mit den Planungen der Außenanlagen einerseits und der Haustechnik andererseits beauftragen. Das Vergabevolumen beträgt insgesamt laut Vorlage rund 740 000 Euro. Beide Vergaben hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 23. Januar zurückgestellt. Einerseits war den Räten die Verwaltungsvorlage seinerzeit zu unvollständig, auf der anderen Seite war die Bauverwaltung noch mit der Prüfung der Haustechnik-Angebote beschäftigt. Auch zu einem einberufenen Sondersitzungstermin vor anderthalb Wochen war diese Prüfung noch nicht erledigt, nun sollen die Beschlüsse nachgeholt werden.

Der Gemeinderat tagt am Montag, 18. Februar, um 19 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses.