Über je 1000 Euro durften sich die Ambulante Hospizgruppe Schopfheim und das Tierheim Hauingen freuen. Das Geld erhielten die Vertreterinnen und Vertreter von den Eheleuten Feist, die eine eigene Stiftung für genau diesen Zweck unter dem Dach der Bürgerstiftung Mittleres Wiesental eingerichtet haben.

Die Bürgerstiftung Mittleres Wiesental sei mit einem Startkapital von 100 000 Euro im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden, erinnerte Georg Ückert vom Vorstand der Bürgerstiftung vor der Scheckübergabe. Seither habe es viele Spenden, aber auch zweckgebundene Zustiftungen gegeben. Renate und Karl Feist seien auf die Bürgerstiftung über ihre Nachbarin Karin Reh aufmerksam geworden. Sie fanden, dass das eine gute Sache sei und haben sich in vielen „angenehmen Gesprächen“, wie Georg Ückert sagte, gründlich über Ziel und Zweck informiert. Im September 2015 sei dann die eigene Stiftung gegründet worden mit dem erklärten Ziel, jährlich die Ambulante Hospizgruppe und den Tierschutz mit einer Spende zu unterstützen. Am Mittwoch nun fand die erste Spendenübergabe statt.

Seit 20 Jahren gebe es die Hospizgruppe Schopfheim, die sich ursprünglich aus einer Gruppe entwickelt habe, die trauernde Angehörige unterstützte, erzählte Lore Barnet. Die Hospizgruppe erweitere sich ständig. Ganz aktuell hätten elf neue Hospizbegleiter ihre Ausbildung beendet, sodass es jetzt 29 Begleiterinnen und Begleiter seien. Es kämen nochmals sechs hinzu, sodass es künftig 35 sein werden. Für Schulungen und Fortbildungen, aber auch für die Ausbildung seien Spenden erforderlich, erklärte Lore Barnet.

Auch der Tierschutzverein Lörrach lebt laut Bericht der Vorsitzenden Christel Habermann hauptsächlich von Zuwendungen, „aber die sind nicht berechenbar“. Seit 50 Jahren betreue der Tierschutzverein Lörrach das Tierheim in Hauingen. „Wir sind auf Spenden angewiesen und freuen uns sehr über das Geld“, erklärte Christel Habermann. Ihr sowieso großer Radius erweitere sich noch, weil es den Tierschutzverein Schopfheim derzeit nicht gebe. Als der Verein erfuhr, dass es für langjährige Tierheime Fördermittel für dringend benötigte Verbesserungen gebe, „haben wir gleich den Bau eines neuen Katzenhauses angemeldet“, erzählte Christel Habermann.

Bei der Planung und der Realisierung unterstützt wurde sie von ihrem Mann Axel. Einen Zuschuss habe es von der Stadt gegeben, ein Drittel der Summe musste aber der Tierschutzverein aufbringen. „Auch das war nur über Spenden möglich“, verdeutlichte Christel Habermann. Mit dem Bau des Katzenhauses seien die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt worden. Das Tierheim in Hauingen hat 25 Hundezwinger und im Katzenhaus sei Platz für 45 bis 50 Katzen. Es werden aber auch andere Tiere gebracht, darunter Meerschweinchen und auch Ratten, so Christel Habermann. Ein „Selbstbedienungsladen“ sei das Tierheim dennoch nicht. Bevor ein Tier abgegeben werde, kontrolliere der Tierschutzverein vorab die künftige neue Bleibe. Es gebe durchaus Situationen, wo die Tierschützer „Nein“ zur Adoption sagten, „denn wir wollen nicht, dass Tiere in den nächsten vier bis fünf Wochen wieder zurückgegeben werden“, sagte Christel Habermann.

Das bedeute Stress für die Tiere. Mehr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer könne das Tierheim gut gebrauchen, verdeutlichte Christel Habermann. „Es ist ein toller Job, den der Tierschutzverein macht“, sagte Renate Feist. Sie wisse, dass Tierschutz keine leichte Aufgabe sei. Sie habe in Spanien, wo sie lange Zeit lebte, ehrenamtlich für einen Tierschutzverein den Außendienst gemacht. Beeindruckt zeigte sie sich auch von der Arbeit, die die Ambulante Hospizgruppe leistet.