Brennet-Vorstandsvorsitzender Stephan Denk hat sich in einem Offenen Brief an den Gemeinderat Hausen gewandt. Denk äußert sich darin zum Thema Brennet-Park, übt scharfe Kritik an Teilen des Gemeinderats und schlägt vor, einen Spielplatz auf dem gerodeten Gelände am Burichweg einzurichten.

„Inzwischen werde ich auf das Übelste beschimpft, angefeindet und bis ins Ehrenrührige gehende beleidigt“, beklagt der Brennet-Vorstandsvorsitzende. „Anstatt sich an mitteleuropäische Gepflogenheiten zu halten, hauen die Verantwortlichen mich persönlich lieber in die Pfanne – den Bürgermeister darf ich hier ausnehmen – und nehmen mich in eine Verantwortung, die ich überhaupt nicht habe,“ heißt es in dem Brief. Schuld daran seien nach Denks Ansicht Teile des Hausener Gemeinderats unter Führung des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Helmut Lang, die nicht aufhören würden darüber zu „philosophieren“, wie die Hausener Bevölkerung getäuscht worden sei. Helmut Lang wird an dieser Stelle des Briefes mit einer Beleidigung betitelt, die wir nicht abdrucken. Die CDU ist übrigens derzeit nicht im Hausener Gemeinderat vertreten.

Laut Denk kennt die Mehrheit der Bevölkerung den gesamten Sachverhalt rund um den Brennet-Park gar nicht. Dieser stelle sich nach seiner Darstellung wie folgt dar: Der Gemeinde sei es vor zirka 50 Jahren ein dringendes Anliegen gewesen, dass die Bürger den Park nutzen können und er nicht wie ursprünglich von der Brennet geplant bebaut wird. Diesem Wunsch habe seine Firma entsprochen und mit der Gemeinde einen Vertag zur kostenlosen Nutzung geschlossen. Nachdem das Gelände nicht mehr von der Park-AG gepflegt worden sei, habe er „vor sich hingegammelt“ und sei „zu einem Dschungel der besonderen Art“ mutiert, schreibt Denk weiter. Über die Saatkrähen im Park habe es immer wieder Beschwerden aus der Nachbarschaft gegeben. Und die Bäume im Park seien so stark gewachsen, dass sie zur Gefahrenquelle wurden. „Warum hat man den Park in den sechs Monaten der Kündigungszeit nicht wieder in den Zustand verbracht, in dem die Stadt ihn von uns vor 50 Jahren übernommen hat?“, fragt Denk.

Die Reaktion der Gemeinde mit sämtlichen Verantwortlichen sei „gleich Null“ gewesen. „Wir haben daraufhin mit dem Bürgermeister Rücksprache genommen, logischerweise aber haben wir Ihnen keine Kenntnis über das weitere Procedere gegeben“, schreibt Denk an den Gemeinderat gewandt. Damit seien der Gemeinde die Aufräumkosten erspart geblieben. „Und es wurde verhindert, dass eine Lebensaufgabe für uns aus dem Park erwächst“, so Denk.

Doch der Brennet-Vorstandsvorsitzende macht in seinem Brief auch einen Vorschlag, wie die Situation bereinigt werden könnte. Ein Kind habe ihn angeschrieben und gefragt, ob man nicht einen Spielplatz auf dem Areal einrichten könne. Genau das schlägt Stephan Denk nun der Gemeinde vor. Er bietet an, die Spielgeräte zu bezahlen und einen über zehn Jahre laufenden Pachtvertrag zu unterschreiben. Die Gemeinde solle diesen Spielplatz auf dem Gelände planen und pflegen. Mit dieser Lösung kämen auch innerhalb der nächsten zehn Jahre keine weiteren Bebauungspläne auf den Tisch, verspricht Denk. Der Brief endet mit der – nicht ernst gemeinten – Aufforderung an die Hausener Bürger das Wahlalter für Gemeinderäte auf zehn Jahre abzusenken, „da offensichtlich diese Altersgruppe eher den Weg in die Zukunft findet als die Altersgruppe die derzeit regiert.“