Wechsel an der Spitze der Freien Wähler Rickenbach: In der Hauptversammlung am Donnerstag wurde Walter Waßmer zum Vorsitzenden, Mike Keller zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre. Volker Matt kündigte sein Ausscheiden aus dem Gemeinderat Ende des Monats an und führte ausschließlich private Gründe für seine Entscheidung ins Feld.

Die Wahl des Vorstandes stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Freien Wähler, coronabedingt der ersten seit 2019. Der bisherige Vorsitzende Volker Matt hatte sein Amt zur Verfügung gestellt, zu seinem Nachfolger wurde Walter Waßmer, bislang Stellvertreter Matts, gewählt. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Mike Keller, Schriftführer Timo Häßle und Kassierer Georg Metzger wurden im Amt bestätigt. Zum Vorstandsteam gehören zudem die Beisitzer Matthias Vogt, Stefanie Schneider, Gerald Schneider, Adrian Marder und Christian Bartholome.

Waßmer ließ die vergangenen zwei Jahre Revue passieren. In der Gemeinde sei einiges bewegt worden, erklärte er und nannte unter anderem Sanierung und Erweiterung der Grundschule, Breitbandausbau, Straßenbau, Erweiterung des Gewerbegebietes Schaffeld, Sanierung des Schulhauses Altenschwand und die Umnutzung des Willaringer Schulhauses. Und ausblickend: Angesichts der coronabedingten Einschnitte und des ohnehin schon sehr belasteten Gemeindehaushaltes müsse man sich noch intensiver fragen, was man als Gemeinde brauche und was man sich leisten könne. Bei den Freien Wählern sei man der Meinung, dass man sich erst einmal auf die Kernaufgaben konzentrieren müsse. Dies bedeute die Pflege und Entwicklung der Infrastruktur, so Waßmer weiter und nannte insoweit Fertigstellung der Grundschule, schnellstmögliche Anschluss aller Haushalte an das Breitbandnetz, Sicherung der Kindergartenplätze, Sanierung der Gemeindestraßen und Erschließung von Baugrundstücken.

Bürgermeister Dietmar Zäpernick lobte die Freien Wähler als hervorragend aufgestellt. In Sachen Grundschule nannte er die Herbstferien als Zeitpunkt für den Umzug, über die Sportanlagen müsse man sich noch Gedanken machen. Und der Gemeinderat werde sich ein Bild von den Gemeindestraßen machen, kündigte er an.

Aus den Reihen der Mitglieder wurde der, wie es hieß, teilweise katastrophale Zustand der landwirtschaftlichen Wege moniert und die Vergrößerung des Wanderparkplatzes in Altenschwand angemahnt. Und auch der Zustand des Hirschgarten-Areals mit Minigolf- und Kinderspielplatz in Rickenbach wurde als nicht optimal bezeichnet. In Hinblick auf Meinungsumfragen in verschiedenen Gemeinden des westlichen Landkreises Waldshut stellte Altgemeinderat Hubert Strittmatter erfreut das gute Abschneiden von Rickenbach fest, sein Lob galt Gemeinderat und Verwaltung.