Der Bürgerverein Egg peilt den Wiederaufbau des Waldspielplatzes im Gewann Maisenhardt an. Dieser war letztes Jahr nach Beschluss des Gemeinderates geschlossen worden. Ursache für die Entscheidung waren Klagen von Anwohnern über regelmäßige Lärmbelästigungen. „Es gab viel Partylärm, das wollen wir nun vermeiden“, sagte Gerrit Schenkewitz, zweiter Vorsitzender des 2020 gegründeten Bürgervereins in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause.

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Die Zufahrt via Sennhofweg zum Spielplatz gibt es nicht mehr, auch keine Wendemöglichkeit. Der neue Parkplatz soll sich an der Kühmoosstraße befinden, der Spielplatz soll umzäunt und mit einer Beschilderung versehen werden, die aufzeigt, was gestattet und verboten ist. Grundsätzlich soll der neue Spielplatz für Kinder bis 14 Jahren zugänglich sein, die Spielzeit soll zwischen 8 und 20 Uhr liegen. Er soll naturnah bleiben, mit Spielgeräten nur aus Holz.

Der Spielplatz in Egg, wie er nach der Schließung durch den Gemeinderat aussah. Jetzt soll er wieder aufgebaut werden.
Der Spielplatz in Egg, wie er nach der Schließung durch den Gemeinderat aussah. Jetzt soll er wieder aufgebaut werden. | Bild: Peter Schütz

Neu im Konzept des Bürgervereins enthalten sind ein Bikepark und ein 10 mal 15 Meter großer Bolzplatz. Vorteil: „Wir ziehen Jugendliche vom Spielplatz weg“, so Gerrit Schenkewitz. Als Gelände für den Bikepark Kühmoos soll eine Wiese dienen. Aber: „Wir können es nicht alleine, wir brauchen die Gemeinde dafür“, sagte Suheel Georges, Vorsitzender des Bürgervereins. Sein Vorschlag: Abschluss eines Nutzungsvertrages mit der Gemeinde. Diese wäre dann auch aus Versicherungsgründen Betreiberin der Anlage. Der Verein würde die Planung und Wartung der Anlage übernehmen, die Gemeinde käme für die Kosten – Wasserverbrauch, Leerung der Müllbehälter – auf. Der Bürgerverein möchte gerne den Spielplatz in den Sommerferien freilegen, berichtete Georges.

Stimmen aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat reagierte unterschiedlich auf die Vorstellung des Konzepts. Andreas Vogt (CDU) lobte das Engagement des Bürgervereins und fand: „Er hat unsere Unterstützung verdient.“ Aber: „Der Ort ist ungünstig“, so Vogt. Suheel Georges Antwort: „Wir haben uns nicht nach Alternativflächen umgeschaut.“ Peter Kermisch (WIR) erinnerte: „Wir haben den Spielplatz wegen Lärm geschlossen, das Problem ist damit nicht gelöst.“ Dass die Gemeinde Betreiber von Spielplatz und Bikepark sein soll, kommentierte er so: „Das kann nicht sein, dann sind wir verantwortlich für jede Störung.“ Liselotte Schleicher (WIR) hingegen fand: „Wenn es nur ein Spielplatz ist, ist es auszuhalten.“ Volker Matt (Freie Wähler) bemerkte: „Mir liegt viel daran, einen gemeinsamen Konsens zu finden.“

Runder Tisch mit Forst

Bürgermeister Dietmar Zäpernick berichtete, dass die beiden in Frage kommenden Flächen dem Forst gehören. Mit diesem müsste ein Gestattungsvertrag abgeschlossen werden. Sein Vorschlag. „Ein runder Tisch in der zweiten Augusthälfte.“ Zäpernick stellte aber auch klar: „Was ich nicht will, ist jahrelanger Ärger. Ich will da Ruhe.“