Uli Schmidt, Senior-Chef der Schmidts Märkte, ist am Montagabend die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatgemeinde Rickenbach verliehen worden. Schmidt, der mit seinem Heimatort eng verbandelt ist, trat schon früh in das Kaufhaus Gugelberger seiner verwitweten Mutter ein und machte nach einer schulischen Ausbildung an der höheren Handelsschule seine Kaufmannsausbildung im eigenen Betrieb. 1953 heiratet er Aloisia, mit der er die Schmidts Märkte, die heute von Bonndorf über Titisee bis nach Säckingen zu finden sind, aufbaute und bis vor wenigen Jahren mitentwickelte. Mittlerweile ist das Unternehmen in den Händen seiner geliebten Kinder, Schwiegerkinder und Enkel.

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Bürgermeister Dietmar Zäpernick würdigte den Ehrenbürger bei der Zeremonie in der Willaringer Gemeindehalle, der neben dem Landrat Martin Kistler auch viele Bürger und Amtsträger der Gemeinde beiwohnten. Als Laudator trat Reinhard Valenta auf, der trefflich aus dem Leben von Uli Schmidt berichten konnte. Er beschrieb einen bescheidenen, frommen Mann, dem eine Lobrede peinlich sei. Daher, so Valenta, beschränke er sich auf die Fakten, die aussagekräftig genug seien, um diesen Mann zu ehren. Valenta gelang es, angefangen bei der Gründung des Kaufhauses Gugelberger im Adler Rickenbach, bis zum heutigen Tage die Familiengeschichte Schmidts mit allen Höhen und Tiefen nachvollziehbar und liebevoll zu erzählen. Sein Bericht ergriff die Anwesenden und machte die Besonderheit von Uli Schmidt deutlich.

Dank an die Kunden

Schmidt selbst bedankte sich beim Laudator und den Rickenbachern, die ihm und seiner Frau über alle Jahre treue Kunden waren und seine Familie nach dem verheerenden Brand 1954, wenige Monate nach seiner Hochzeit, der das Kaufhaus vollkommen zerstört hatte, viel „Liebe und Verständnis“ entgegengebracht hätten. „Wir sind damals auf dem Boden gelegen“, erinnerte sich Schmidt, aber der Zuspruch der Gemeinde sei toll gewesen und hätte ihnen Kraft gegeben, neu anzufangen, sagte er.

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Schmidt entschuldigte sich bei allen Menschen, denen er Unrecht zugefügt habe. Die Ansprache des Laudatoren habe ihn in einem makellosen Lichte dargestellt, aber niemand sei vollkommen, sagte ein sichtlich gerührter Schmidt. Auch er habe Menschen enttäuscht und Fehler gemacht.

Uli Schmidt dankte in seiner bewegenden Rede den Rickenbachern für die Auszeichnung und die Unterstützung in schwierigen Jahren.
Uli Schmidt dankte in seiner bewegenden Rede den Rickenbachern für die Auszeichnung und die Unterstützung in schwierigen Jahren. | Bild: Peter Koch

Besonders dankbar sei er für seine hervorragende Familie und das hervorragende Miteinander. Wobei er seinen Sohn Thomas besonders hervorhob. „Thomas ist behindert, normalerweise spreche ich nicht darüber, weil es keinen Unterschied für uns macht“, so Schmidt, aber er sei ihm ein ganz wichtiger Mensch und er sei dankbar dafür, dass Thomas so sei, wie er sei. Er habe viel Freude in sein Leben gebracht. Und er freute sich darüber, dass Thomas eine so wichtige Rolle bei den Kunden einnehme und dass er die Leitung des Warenlagers übernommen habe.

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Zum Schluss bedankte er sich bei Landrat Martin Kistler: „Danke Herr Landrat, dass sie extra hierher gekommen sind, nur wegen einem kleinen Hotzenwälder.“ An den Saal gewandt endete er dann mit: „Vergelt‘s Gott!“

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