Rickenbach (kss) Eine sehr fruchtbare Sitzung attestierte Martin Lauber, Mitglied der Dreierspitze des Ortsvereins Vorderer Hotzenwald Rickenbach des Schwarzwaldvereins, den Anwesenden am Ende der Jahreshauptversammlung. Zur Sprache gekommen waren unter anderem auch die jüngst aus dem Gemeinderat stammenden Missklänge, aber auch zukunftsweisende Projektpläne. Im Anschluss an die eigentliche Hauptversammlung hielt Ralf Engel einen ausgedehnten Vortrag über die Naturschutz-Aktivitäten rund um Rickenbach, zu denen es auch eine eigene Homepage gibt.

Lauber berichtete von den Bemühungen um die Ausweisung eines Premiumwanderweges. Dieser soll auf einer Länge von zwölfeinhalb Kilometern vom Spatzenhofparkplatz vorbei unter anderem am Solfelsen, entlang der Wallmauer zum Segelflugplatz und weiter in Richtung Bergalingen über den Salpetererstein schließlich wieder beim Ausgangspunkt landen. Als übergeordnetes Thema könnte er „kulturelle Spuren des Hotzenwaldes“ angeben. Details zur Streckenführung müssen noch geklärt werden. Georg Keller begrüßte das Ansinnen, Anlieger mit Bedenken bezüglich des vermehrten Wanderaufkommens im Herbst zu einer Begehung einladen zu wollen.

Mit Begeisterung und Tatendrang wurde die Idee aufgenommen, die Restaurierung der Wallmauer als Naturdenkmal, das neben dem Vorderen Hotzenwald auch die Gemarkungen von Wehr und Bad Säckingen betrifft, in einer eigens zu gründenden Arbeitsgruppe voranzutreiben. Im Anschluss an die Sitzung wurde daher im kleinen Kreis sofort eine Liste möglicher Ansprechpartner erstellt, in der Sitzung selbst zur allgemeinen Beteiligung an dieser Gruppe aufgerufen.

Kritische Töne äußerte Lauber zu zwei Beschlüssen des Gemeinderates. Die Distanzierung von der Naturschutzarbeit des Vereins sowie die damit verbundene Wortwahl seien sehr enttäuschend gewesen. Auch die Schließung des Wanderparkplatzes in Egg, von dem vier Wanderwege ausgehen, tue weh. Zum ersten Punkt sei indes inzwischen bereits eine Klärung erfolgt, zum zweiten wolle man nochmals das Gespräch mit der Verwaltung suchen. Manfred Eckert, als Vertreter der Gemeinde in der Sitzung anwesend, pflichtete dem Verein bei, das Thema Grünlandpflege sei unglücklich gelaufen. Auch bei der Schließung des Parkplatzes habe man nur an die Vermeidung nächtlicher Ruhestörung gedacht.

Im vergangenen Jahr wurden 33 Wanderungen durchgeführt, wie Rita Freidl berichtete, darunter auch ein viertägiger Ausflug. Aktuell wurde am 21. Juni das Wanderprogramm in leicht veränderter Form wieder aufgenommen. Für die Wartung der Wege berichtete Oliver Gutmann über eine dank Corona sehr intensive Arbeitsphase, in der viele fehlende Markierungen auf den insgesamt 86,5 Kilometern der zu betreuenden Wanderwege ersetzt werden konnten. Thomas Schneider informierte zudem über die Arbeiten auf den Murger Wanderwegen, die der Verein übernommen hat. Martin Lauber konnte noch Ehrungen vornehmen. Seit 25 Jahren im Verein sind Michael und Hildegard Herzog sowie Rosa Jägle-Kern, seit 40 Jahren Herbert und Sieglinde Egle.