14 Naturschutzwarte verschiedener Ortsvereine des Schwarzwaldvereins trafen sich in Rickenbach zum Seminar unter dem Titel „Bunt blühendes Rickenbach- eine praktische Anleitung zur Umsetzung von Naturschutzprojekten vor Ort“. Dozenten waren der Naturschutzreferent des Hauptvereins Peter Lutz und der Vorsitzende und Naturschutzwart des Ortsvereins Rickenbach, Ralf Engel.

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Lutz informierte dabei zu den Themen: Wie gestalte ich ein Projekt mit dem Ortsverein? Wie erhalte ich Unterstützung? Wer könnte Partner sein? Naturschutz im Schwarzwaldverein –einige grundsätzliche Überlegungen. Engel stellte im Anschluss sein Konzept für Rickenbach vor – Gestern, Heute und Morgen – Was ist das Erfolgsrezept in Rickenbach? Dabei konnte er konkret auf die bereits umgesetzten Arbeiten zum Projekt „blühendes Rickenbach“ verweisen.

Rundgang durch Ort

Am Nachmittag folgte ein Rundgang durch den Ort. Engel zeigte den Teilnehmern, die vom Verein unterhaltenen Flächen und berichtete über das Vorgehen und die erforderlichen Arbeiten, die zu jeder Fläche anfielen. Dabei wurde klar, dass jeder Standort besondere Planung und Fachwissen erfordert. Die teilnehmenden Naturschutzwarte, die aus der Region, aber auch aus entfernten Gebieten, wie Freudenstadt, Böblingen und von der Schwäbischen Alb kamen, hatten durchweg Fachwissen und so entstand eine muntere Unterhaltung über das Für und Wider beim Jäten von Beikräutern auf Naturflächen. Sollen Neophyten aktiv bekämpft werden und wo liegen die Unterschiede innerorts und außerorts?

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Engel verwies darauf, dass der Rickenbacher Verein die innerorts gelegenen Flächen als gärtnerische Flächen betrachtet. Es stehen heimische Arten im Vordergrund und die Attraktivität der Flächen müsse passen, damit eine Akzeptanz erreicht werden könne. Eingeschleppte Arten würden auf diesen Flächen nur bekämpft, wenn sie andere verdrängten. Anders sehe das außerorts aus. Auf Wiesen und Waldflächen hätten solche Neophyten seiner Meinung nach nichts zu suchen.

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Akzeptanz in der Bevölkerung war ein längeres Thema, bei dem viele Teilnehmer davon berichteten, dass oft Flächen als unschön oder Schande empfunden würden, wenn sich dort die heimische Flora breit mache. Vor allem, wenn sich diese in Ruhephase befinde, sei sie nicht selten Anstoß für erregte Diskussionen. Engel riet Frühlingsbeete und Sommerbeete nebeneinander zu planen, damit es lange Blühphasen und eine nette Optik gebe. Kommunikation über verschiedene Kanäle, wie Zeitung oder auch über die Homepage des Vereins seien zudem sehr wichtig. Die Leute mitzunehmen und zu erklären, was in den Flächen geschehe, könne die Akzeptanz für die optisch uninteressanteren Ruhephasen des Beetes erhöhen.

Die Informationen waren vielfältigst und so konnte jeder am Ende den ein oder anderen Punkt für sich und seine Projekte mitnehmen.