Am 31. Januar 2021 wird in der Gemeinde Rickenbach ein neuer Bürgermeister gewählt. Einziger Bewerber ist Amtsinhaber Dietmar Zäpernick (56). Einen echten Wahlkampf wird es also nicht geben, dennoch ruft Zäpernick die rund 3000 Stimmberechtigten auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. „Ich wünsche mir eine vernünftige Wahlbeteiligung“, sagt er. Seine Empfehlung: Wer am Wahlsonntag keines der sechs Wahllokale (Rickenbach, Hütten, Willaringen, Altenschwand, Bergalingen und Hottingen) betreten will, soll von der Briefwahl Gebrauch machen.

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Dietmar Zäpernick verhält sich ungeachtet seiner alleinigen Kandidatur offensiv den Rickenbacher Bürgern gegenüber. Zuerst hat er eine Karte mit seinen Kontaktdaten und dem Aufruf, sich mit Wünschen, Fragen oder Kritik an ihn zu wenden, verteilt. Dieses Angebot ist schon mehrfach angenommen worden. Jetzt bereitet er ein etwas umfangreicheres Flugblatt mit Bilanz und Blick in die Zukunft vor.

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Es soll zehn Tage vor der Wahl verschickt werden. Darin enthalten sind die bedeutendsten Projekte, die seine erste Amtsperiode begleitet und geprägt haben – wovon manche quasi „nebenbei“ liefen, wie zum Beispiel das Bauvorhaben Pumpspeicherwerk Atdorf, die Unterbringung von Flüchtlingen oder aktuell die Corona-Pandemie. Gerade beim Pumpspeicherwerk, für das im Oktober 2017 das Aus kam, gingen die Emotionen hoch. Er wollte „alles gelten lassen“, blickt er zurück, „auch Meinungen von Minderheiten“. Seine Rolle als Bürgermeister sah er darin, „zu einen, und nicht zu spalten“.

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Bei der Vorbereitung des Flugblattes fiel ihm auf, wie viel sonst noch gemacht wurde. „Ich war selber erstaunt, was in den acht Jahren passiert ist“, erklärt er, „in der Zeit ist es mir aber nicht stressig vorgekommen.“ Einige Straßen auf Gemeindegebiet – Tannwald, Bergfeld, Emattweg, Jurablick, Bifangweg – sind saniert worden; mit der Erweiterung des Gewerbegebiets „Im Schaffeld“ werden neue Arbeitsplätze geschaffen; kleine Baugebiete sind erschlossen, ein Rufbus eingerichtet, zwei Drittel der Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet worden.

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Weitere Projekte in seiner erste Amtsperiode: Rathausumbau mit neuem Parkdeck und Arztpraxis (die Initiative dafür ging von Zäpernick aus), Erweiterung und Sanierung der Grundschule, Start des Breitbandausbaus, Bau des Kunstrasenplatzes in Bergalingen „mit sehr großem Engagement des FC Bergalingen“ (Zäpernick), Erweiterung des Rickenbacher Feuerwehrhauses „mit sehr großem Engagement der Feuerwehrabteilung Rickenbach-Altenschwand“, Naturnah dran, erstmaliges Ausrichten eines Neujahrsempfangs sowie Verleihung der Ehrenbürgerwürde und so fort.

Zäpernick schreibt all dies nicht auf sein Konto, sondern bezieht den Gemeinderat und die Verwaltung mit ein. „Wir haben alles zusammen gemacht“, stellt er klar. Und: „Im Gemeinderat haben wir uns zusammengerauft, wir sind ein gutes Team geworden“, sagt er. Seine persönliche Bilanz: „Ich werde nicht gelobt, aber auch nicht direkt kritisiert.“ Was er als positives Signal zum Weitermachen erachtet. Was er in der zweiten Amtsperiode vorhat, welche Pläne, Ziele, Wünsche, stellen wir in einem der nächsten Beiträge vor.