Fast drei Monate nach seiner Wiederwahl wurde Bürgermeister Dietmar Zäpernick am Dienstag in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung für weitere acht Jahre verpflichtet. Dietmar Zäpernick war alleiniger Bewerber um den Posten des Bürgermeisters, den er seit 2013, zuerst als Amtsverweser, führt. An der Bürgermeisterwahl am 31. Januar 2021 fielen 87 Prozent der gültigen Wählerstimmen auf ihn. Die Wahlbeteiligung betrug 38 Prozent. Zäpernicks erste Amtszeit endete am 8. April 2021.

Viel bewegt in erster Amtszeit

Die Verpflichtung am Dienstag nahm dessen Stellvertreter Matthias Vogt vor. In Zäpernicks erster Amtszeit sei viel bewegt und einiges angefangen worden, blickte Vogt zurück. In der Summe handelte es sich um keine leichten Aufgaben, so Vogt, die Gemeinde Rickenbach habe noch nie so viele Projekte zu stemmen gehabt. Vogt weiter: „Der Gemeinderat schaut genau hin und unterstützt Dietmar Zäpernick, wo er kann.“ Zäpernick selbst betonte, dass seine Wiederwahl „nicht so gut gelaufen wäre, würden wir uns nicht so gut verstehen“. Er sei wieder gewählt worden, sagte er, weil der Gemeinderat ihn in seiner Arbeit unterstütze.

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Landrat Martin Kistler war als Gast aus Wehr zur Verpflichtung angereist. Das Wahlergebnis von 87 Prozent bezeichnete er als „Vertrauensbeweis“, die Wahlbeteiligung von 38 Prozent könne sich „sehen lassen“. Nach Zäpernicks Wahl 2013, in der er im ersten Wahlgang auf Listenplatz 19 von insgesamt 28 Bewerbern stand, war Martin Kistler noch nicht Landrat des Landkreises Waldshut. Erst als Zäpernick nach 552 Tagen vom Amtsverweser zum Bürgermeister wurde, war Kistler, seit September 2014 Landrat, zur Stelle. „Es war eine meiner ersten Amtshandlungen, Dietmar Zäpernick als Bürgermeister zu verpflichten“, sagte er.

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Zäpernick war fast zwei Jahre lang Amtsverweser, nachdem ein Bürger gegen seine Nichtzulassung als Kandidat geklagt hatte. Mit Blick auf die Querelen um Zäpernicks Vorgänger Norbert Moosmann sagte Kistler: „Das Vertrauen in das Amt des Bürgermeisters musste wieder gewonnen werden. Dietmar Zäpernick ist der Neuanfang gelungen. Er ist ein engagierter Bürgermeister, der es versteht, eigene Ideen einzubringen und Lösungen im Team zu finden.“

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Die Kooperation auf Schulebene mit der Gemeinde Herrischried sei eine große Aufgabe gewesen, berichtete Kistler. Hinzu kamen unter anderem der Rathausumbau und jetzt der Breitbandausbau, „die digitale Lebensversicherung im ländlichen Raum“. Kistler weiter: „Dietmar Zäpernick hat die Gabe, Probleme konstruktiv anzugehen.“ Und, auch an die Adresse des Gemeinderates gerichtet: „Wir wollen gerne die gute Zusammenarbeit weiterführen.“ Die Verpflichtung fand am Ende der Gemeinderatssitzung statt. Wegen Corona gab es keine Feierlichkeiten.