Der Gemeinderat macht den Weg für die Umnutzung des ehemaligen Grundschulgebäudes in Willaringen frei. Das leerstehende Gebäude soll in Zukunft sowohl für die Außengruppe des Kindergarten „Villa Wirbelwind“ als auch für Vereine und sonstige Nutzungen zur Verfügung stehen. Dem stand die Ergänzungssatzung „Im Dorf“ aus dem Jahr 1990 entgegen. Darin wurde das Gebäude auf die Nutzung als Schulhaus beschränkt. Um die Nutzungsänderung beim Baurechtsamt in Bad Säckingen beantragen zu können, wurde daher zuvor eine Änderung dieser Satzung notwendig. Dies ging der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend an.

Till Fleischer, Städteplaner der Firma Geoplan aus Wehr, unterrichtete das Gremium bezüglich der angestrebten Satzungsänderung und neuen Zweckbestimmung des Gebäudes. Danach solle das ehemalige Schulgebäude auch für soziale, kulturelle, gesundheitliche Zwecke und für die öffentliche Verwaltung nutzbar sein. Die neue Zweckbestimmung sei breit angelegt, damit die Gemeinde das Gebäude in Zukunft freier und vielfältiger nutzen könne.

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Aus dem Gemeinderat kamen Nachfragen, da eine gewerbliche Nutzung in der Satzungsänderung nicht vorgesehen war. Diese würde es der Gemeinde doch einfacher machen, falls das Objekt einmal verkauft werden solle. Bürgermeister Dietmar Zäpernick und Till Fleischer waren sich darin einig, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht die richtige Vorgehensweise sei. Eine gewerbliche Nutzung müsse zuvor mit den Anliegern erörtert werden und würde das Vorgehen verzögern. Falls dies irgendwann einmal nötig sein sollte, würde man die Satzung erneut angehen können.

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Das gesamte Gebiet zu einem Mischgebiet zu erklären, berge die Gefahr von Nachteilen für die Nutzung durch Vereine. Günstiger für die angestrebte Nutzung sei die vorgeschlagene Satzungsänderung, da sie spezifischer sei, erläuterte Fleischer anschließend. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Unschärfe in der räumlichen Abgrenzung korrigiert und die vorhandene Aus- und Einfahrt auf die Landesstraße 152 durch entsprechende Festsetzung gesichert. Bei der anschließenden Abstimmung nahmen die Gemeinderäte die Änderung der Ergänzungssatzung einstimmig an.