Drei Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs gründeten 15 Schweikhofer Musiker den Musikverein „Alpenblick„ – drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren es wieder 15 Musikanten mit ihrem Dirigenten Karl Lang, die sich zur Wiederbelebung der Kapelle zusammenfanden.

Zu der von Karl Lang dirigierten Kapelle gehörten Josef Albiez (Vorsitzender) Karl Bachmann (Schriftführer), Wilhelm Lang (Kassier), Josef Lütte, Edwin Gerspach, Albert Bächle, Franz-Josef Gerspach, Albert Gerspach, Stefan Werner, Karl Eschbach, Theodor Thoma, Alfred Schneider, Hermann Hottinger, Franz Albiez und Emil Lang.

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Die damals zur Gemeinde Willaringen gehörenden sechs Dörfer begrüßten die Neugründung, die wieder mehr Fröhlichkeit im schweren Nachkriegsalltag versprach. Im Jahr 1954 gab es für die weitere Kapellenentwicklung einen ersten wichtigen Wechsel: der junge Schriftführer Theodor Thoma löste den schon älteren Dirigenten Karl Lang ab und er führte dann sein anfangs mit zwei Mark pro Probenstunde belohntes Amt bis zum Jahr 1973.

Große Ereignisse werden musikalisch umrahmt

In diesen Jahren vermehrten sich Auftritte auch für den aufstrebenden Tourismus und ab 1960 öffnete sich die Kapelle erstmals für weibliche Musikanten. Musikalisch umrahmt wurden Ereignisse wie ein Richtfest im großen Pumpspeicherbecken von Egg sowie die Einweihungen neuer Gemeindeeeinrichtungen wie dem Schulhaus und später der ersten Gemeindehalle, die bis heute der Proben- und Auftrittsort ist. Vorher bot die Wieladinger Familie Lang den Musikern einen urigen, aber kleinen Probenraum.

Die Ära gut besuchter Heimatabende

Im großen Hallensaal begann 1972 dann eine lange Ära sehr gut besuchter Heimatabende für die Gäste des Erholungsortes Rickenbach und hier konnte das traditionelle, bis dahin überwiegend im beengten Gasthaus „Dreikönig“ aufgeführte Weihnachtstheater mit Konzert attraktiver für mehrere Hundert Besucher gestaltet werden. Im neuen Saal bot der Verein zudem die beliebten Fasnachtsveranstaltungen und hier stieg auch der erste Kinder-Preismaskenball der Umgebungsgemeinden.

Großes Jubiläumsfest 1971

Ein erster Vereinshöhepunkt nach der Wiedergründung war das 1971 gefeierte 50-jährige Bestehen. 20 Vereine und Gruppen wirkten am dreitägigen Programm mit. Auf dem Jubiläumsfoto präsentierten sich die 24 Musikanten mit ihrem ersten weiblichen Mitglied, der Dirigententochter Ingrid Thoma.

Zwei Jahre später konnte ihr Vater beruhigt in den Dirigentenruhestand gehen, denn mit dem neu in die Gemeinde gezogenen Josef Klein stand ein ambitionierter Nachfolger bereit. Über mehrere Jahre wirkte der Altdirigent aber noch im Orchester mit. Vorsitzende in dieser Vereinsperiode waren Josef Albiez, Josef Lütte, Fridolin Ücker, Johann Werner (der spätere Ehrenvorsitzende) und Fridolin Lang.

Die von dem Pädagogen und Komponisten Josef Klein bis zum Jahr 2005 geprägte Vereinsentwicklung und die Nachfolgejahre unter dem heutigen Dirigenten Hubert Ücker stehen im Mitelpunkt unserer dritten und letzten Folge zur Vereinsgeschichte.