Plogging, Plalking, Putzete, Ufklaubing, egal wie man es nennt, es ist eine gute Sache, bei der mit wenig Aufwand jeder etwas für die Sauberkeit in der Natur tun kann. Gerade in Zeiten von Corona, wo oftmals die Dorfputzeten abgesagt wurden, ist Plogging, Plalking oder der frei auf alemannisch kreierte Begriff Ufklaubing, eine Möglichkeit, dass jeder für sich, also nicht in der Gruppe, dem Müll zu Leibe rücken kann, den andere achtlos in die Natur geworfen haben.

Beim nächsten Spaziergang einfach eine kleine Tüte, für die Hygiene ein Paar Plastikhandschuhe mitnehmen, Müll am Wegesrand einsammeln und damit die Natur ein bisschen sauber halten.
Beim nächsten Spaziergang einfach eine kleine Tüte, für die Hygiene ein Paar Plastikhandschuhe mitnehmen, Müll am Wegesrand einsammeln und damit die Natur ein bisschen sauber halten. | Bild: Charlotte Fröse

Karen Engel aus Bergalingen ist viel mit ihren Hunden Nika und Marla draußen in der Natur. Dabei ärgert sie sich immer wieder über viele Dinge, die achtlos weggeworfen wurden. „Ich habe Probleme damit, wenn Müll einfach so rumliegt“, sagt Karen Engel. Denn: „Die Natur ist doch noch viel schöner, wenn sie sauber ist.“ Ihre Motivation für das Müllsammeln fasst sie so zusammen: „Für mich ist es wichtig, der Natur gegenüber achtsam zu sein.“

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Wegschauen und den Müll liegenlassen, das geht für Karen Engel nicht. So sammelt sie nebenbei beim Spaziergang mit ihren Hunden Müll ein, den andere in die Natur geworfen haben. Dies bedeutet aber nicht, dass sie jedes Mal vom Spaziergang einen riesigen Müllsack mit nach Hause schleppt oder gar alte Waschmaschinen, Autoreifen oder anderen Gegenstände aus der Natur wegschleppt. Vielmehr sammelt sie so viel ein, wie in eine kleine Tüte passt, die sie im Hausmüll oder in einem öffentlichen Abfallkorb entsorgt.

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Aber: „Der stete Tropfen höhlt den Stein“ und wenn alle mit anpacken, komme ganz schön viel zusammen, meint sie. Mit ihrem Engagement ist sie nicht alleine. Immer wieder begegnen Karen Engel Menschen, die es ebenso wie sie machen, berichtet sie. Oftmals tun sie es, wie Karen Engel, ganz im Stillen, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Aber sie leisten so einen wichtigen Beitrag dazu, die Natur ein bisschen sauber zu halten. Besser wäre es natürlich, wenn erst gar nicht der Unrat einfach gleichgültig in die Natur geworfen würde, betont Karen Engel.

Zum Mitmachen beim alemannischen Ufklaubing, der Variante bei einem gemütlichen Spaziergang, sind alle eingeladen. Beim nächsten Spaziergang einfach eine kleine Tüte und ein Paar Plastikhandschuhe mitnehmen. Garantiert lässt der nächste Müll nicht lange auf sich warten. Und für die Fitness hat man durch das Bücken dabei zudem noch etwas mehr getan.

Auch Sport nebenbei

Dass bei dieser Art der Betätigung der sportliche Aspekt und das soziales Engagement für die Umgebung miteinander kombiniert werden können, erfreut sich bei immer mehr Menschen zunehmender Beliebtheit. Der umweltfreundliche Fitness-Trend aus Skandinavien ist bereits zu einem richtigen Sport geworden. Um mit wenig Aufwand und Zeit, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, brauchte es für Karen Engel jedoch keine Trend-Sportart. Der Impuls dazu kommt bei ihr aus der Liebe und der Achtsamkeit zur Natur.

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