Der Rickenbacher Gemeinderat hat der Aufstellung des Bebauungsplanes „Bergfeld II“ in Altenschwand mit deutlicher Mehrheit grünes Licht gegeben. Zugleich hat er den Vorentwurf, wie er in der Sitzung am Dienstag vorgestellt wurde, zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zugestimmt. In der ersten Beratung des Vorhabens im November 2020 hatte sich der Gemeinderat wegen zu großer Dimensionen und zu wenig Parkplätzen noch dagegen ausgesprochen.

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Zwischen den Straßen „Im Bergfeld„, „Bühlweg“ und der Kreisstraße bietet sich die Möglichkeit einer Überbauung. Dort besteht bereits ein Baurecht. Das Plangebiet hat eine Größe von 4900 Quadratmeter. Auf der Fläche, um die herum bereits Häuser vorhanden sind, sollten ursprünglich fünf Bauplätze für fünf mehrstöckige Doppelhäuser entstehen. „Das sind riesige Häuser mit zwei Vollgeschoßen und einem Dachgeschoß pro Einheit“, hatte Gemeinderat Volker Matt kritisiert. Zwischenzeitlich haben Investoren, Architekt und Planer nachgebessert. Nun können pro Baufenster nicht mehr als zwei Wohneinheiten geschaffen werden. Im Kern bleibt es bei fünf Bauplätzen für jeweils entweder ein Einfamilienhaus oder zwei Doppelhaushälften – für Gemeinderat Andreas Baumgartner „immer noch zu viel“.

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Ebenso für Manfred Eckert, der fand: „Die Verdichtung ist zu arg, ein Haus weniger würde guttun.“ Eckert sah überdies ein Konfliktpotenzial bei den Stellplätzen. Christian Sammel (fsp.stadtplanung, Freiburg) erklärte: „Die Häuser, die dort stehen, sind höher als die, die geplant sind.“ Regionale Handwerker würden zum Zug kommen, bei der Vermarkung würden, sofern vorhanden, regionale Interessenten bevorzugt werden, hieß es. Gemeinderat Andreas Vogt appellierte an den Planer: „Versuchen Sie, den Siedlungscharakter nicht zu sehr zu verändern.“ Vogt forderte zudem einheitliche Leitlinien für die Bebauung von Grundstücken in der Gemeinde Rickenbach.

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Aus dem Gemeinderat gab es auch positive Rückmeldungen. Margrit Eckert-Schneider befürwortete das Bauvorhaben mit fünf Häusern. „Junge Familien suchen Häuser, deshalb ist es wichtig, die Möglichkeit für Eigentum zu schaffen“, sagte sie. Ähnlich Lorenz Maurer: „Das ist eine gelungene, schlüssige Planung.“ Walter Waßmer wies darauf hin, bei der Vermarktung „Rücksicht auf junge Familien zu nehmen“. Im Flächennutzungsplan ist die Fläche als Wohnbaufläche dargestellt.