Aus Sicht der CDU Rickenbach entsprach der Ausgang der Bundestagswahl nicht den Erwartungen. Siegfried Eckert, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Rickenbach, sagte gestern auf Anfrage dieser Zeitung: „Mit dem Ergebnis von Felix Schreiner bin ich zufrieden, mit dem Zweitstimmenergebnis nicht.“ Aber: „Wir beugen uns dem Trend, die Bürger entscheiden, wie es weitergeht“, so Eckert. Bei der SPD hingegen sei er überrascht gewesen, „wie viel Aufwind sie erhalten hat“.

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CDU-Gemeinderat Manfred Eckert hielt fest: „Zuerst möchte ich Felix Schreiner gratulieren, der souverän sein Direktmandat für den Bundestag verteidigen konnte. Für die CDU selbst geht die Talfahrt weiter. Für die CDU ist es ein herber Schlag.“ Man könne jetzt nicht darüber hinweggehen und nicht nach dem Motto „weiter so“ die Regierungsbildung angehen, so Eckert. Seiner Meinung nach „haben viele Bürger ihre Entscheidung für oder nicht für die CDU von Personen und weniger von den Inhalten abhängig gemacht“. Dies habe sich in vielen persönlichen Gesprächen von ihm im Vorfeld der Wahl auch gezeigt. Mit Blick auf die Gemeinde Rickenbach, wo die CDU von über 41 Prozent in 2017 auf nun bundesdurchschnittliche 25 gefallen sei, sagte er: „Von wegen der Hotzenwald verfügt über eine treue und große CDU-Wählerschaft.“ Und: „Das ist dann auch kein Trost, dass die CDU stärkste Kraft in Rickenbach, beziehungsweise im Hotzenwald bleibt.“

Zum Abschneiden der AfD

Manfred Eckert zum Abschneiden der AfD: „Erschreckend finde ich, dass fast jeder neunte Rickenbacher AfD wählt. Ich kann mich damit einfach nicht anfreunden. Die Zeit der Denkzettel sollte doch vorbei sein. Somit hat die AfD eine verlässliche Wählerschaft generieren können.“ Die hohe Wahlbeteiligung von 78 Prozent freue ihn hingegen.

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Ähnlich Grünen-Gemeinderätin Margrit Eckert-Schneider: „Die Wahlbeteiligung ist in Ordnung.“ Aber: „Ich bin schockiert, dass im Ort Rickenbach so wenige die Grünen und so viele die AfD gewählt haben.“ Positiv wertete sie, dass die Grünen in der Gesamtgemeinde zugelegt haben.