Im November 2019 hat eine Reihe von Altenschwander Bürgern, die Gründung eines Fördervereins zur Aktivierung des örtlichen Gemeinschaftslebens beschlossen, um sich für diverse Projekte in Altenschwand einzusetzen. Nach der Verabschiedung der Vereinssatzung konnte am 1. Februar 2020 die Gründungsversammlung des Fördervereins „Gemeinsam für Altenschwand“ im alten Schulhaus stattfinden. Diesem Versammlungsort als der idealen Heimstatt eines sozialen Miteinander gilt gleichzeitig das erste Projekt des neu gegründeten Vereins, der indes nach Abschluss dieses Großprojektes weiterbestehen soll. Er hat es sich schon jetzt zur Aufgabe gemacht, auch andere zukünftige Projekte in Altenschwand und Glashütten umzusetzen, die sowohl dem Erhalt der Gemeinschaft des Dorfes als auch dem Schutz der Natur dienen. Solche Projekte könnten beispielsweise der Erhalt des Dorfplatzes oder das Anlegen eines Kinderspielplatzes sein. Weitere Ideen sind jederzeit willkommen.

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Bereits umgesetzt ist etwa eine jährliche Pellets-Sammelbestellung für private Haushalte auf dem Hotzenwald durch Mitglieder des Vereins. Dabei können durch die hohe Abnahmemenge attraktive Preise am Markt erzielt werden. Wichtig ist den Initiatoren, einen nachhaltigen und regionalen Anbieter zu beauftragen und somit die Belastung für die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Durch die koordinierte Auslieferung an die einzelnen Haushalte werden Ressourcen und Anfahrtskosten gegenüber vielen Einzelbestellungen eingespart.

Initiative Breitband

Außerdem hat sich innerhalb des Vereins eine Initiative Breitband gebildet. Fördergelder können nur beantragt werden, sofern kein Netzbetreiber den Ausbau der Breitbandversorgung innerhalb der nächsten drei Jahre in Aussicht stellt, was allerdings für Teile von Altenschwand der Fall ist. Hier hat die Deutsche Telekom den Breitbandausbau durch Vectoring angeboten. Beim Vectoring finden die bestehenden, bereits in die Jahre gekommenen Kupferkabel Verwendung. Nicht allein deshalb ist dieses Verfahren mit vielen Vorbehalten behaftet und seine Leistungsfähigkeit wird oft kritisiert. Ziel des Vereins ist es daher, gemeinsam mit der Gemeinde Klarheit bezüglich der Ausbauplanung sowohl zeitlich als auch inhaltlich zu schaffen und mögliche Alternativen zu finden. Deshalb wurde diese Arbeitsgruppe nicht nur auf Altenschwand begrenzt, sondern auch Teilnehmer aus den anderen ebenfalls betroffenen zu Rickenbach zählenden Ortschaften sind beteiligt.

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Ein weiteres Betätigungsfeld des Vereins ist der Anschluss an die Corona-Einkaufsaktion des DRK Rickenbach für Altenschwand und Glashütten. Für das ebenfalls aktuelle und nach wie vor erstrangige Großprojekt „Schulhausumbau“ sucht der Verein derzeit sowohl engagierte Helfer als auch Spender. Ausgehend von Trachtenkapelle und Landfrauen, die das alte Schulhaus nutzen, soll sowohl die Platzkapazität erweitert als auch die von 1970 stammenden sanitären Anlagen grundsaniert werden. Ein Bürgersaal soll in dem Gebäude entstehen. „Mit dem Umbau des Schulhauses soll eine zeitgemäße Heimat für das soziale Zusammenleben und die ortsansässigen Vereine entstehen, was die Grundlage für die zukünftigen Aktivitäten des Fördervereins bilden soll“, erklärt der Vorsitzende Christian Kammerer.

Zusammen mit der ehrenamtlich bei diesem Projekt engagierten Architektin Katja Knaus und einem erweiterten „Schulhaus-Umbauteam“ wurde bereits eine Optimierung der Räumlichkeiten einschließlich eines Anbaus planerisch umgesetzt und im September Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick vorgestellt. Der Bauantrag ist inzwischen eingereicht, der Verein wartet nun auf die Genehmigung. Auf der neuen Homepage wurde für die finanzielle Unterstützung eigens ein Spendenformular eingerichtet, zur Freude des Vereins sind die ersten Spenden bereits eingegangen. Zudem gibt es eine Bausteinaktion, auf der die Spender aufgeführt werden.