Auf dem kleinen Dorfplatz mitten in Rickenbach gab der Musikverein 1860 Rickenbach am Freitagabend sein traditionelles Sommernachtskonzert. Unter freiem Himmel, in lockerer Atmosphäre und bei sommerlichen Temperaturen, war es das erste Konzert nach der langen Corona-Pause. Und so genossen es Musiker wie Zuhörer so richtig, dass wieder einmal schöne Blasmusik durchs Dorf tönte. Die niedrigen Corona-Inzidenzzahlen machten es möglich.

Vorsitzender Christian Kaeser, der die vielen Zuhörer aller Altersklassen begrüßte, sagte: „Wer hätte das vor zwei Monaten gedacht, dass wir heute ein Konzert auf dem Dorfplatz geben können.“ Seit 1998 gehört das Sommernachtskonzert zur guten Tradition des Rickenbacher Musikvereins.

Der Musikverein Rickenbach erfreute die Gäste nach einer langen musikalischen Pause mit einem stimmigen Sommernachtskonzert.
Der Musikverein Rickenbach erfreute die Gäste nach einer langen musikalischen Pause mit einem stimmigen Sommernachtskonzert. | Bild: Charlotte Fröse

Erst vor wenigen Wochen begannen die Musiker wieder mit ihren Proben, nach rund 14 Monaten Corona-Pause. Trotz der langen Pause habe das Zusammenspiel gleich wieder bestens geklappt, freute sich Christian Kaeser. „Die Musiker haben sich richtig danach gesehnt“, betonte der Vorsitzende. Und tatsächlich: Die knisternde Spielfreude war bei den motivierten und hoch konzentrierten Musikern während des Konzertabends deutlich zu spüren. Und auch den Gästen stand die Freude über die dargebrachten Stücke deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie bedachten das Konzert, bei dem rund 14 Stücke erklangen, mit viel Applaus.

Dirigent Stefan Wagner führte durch das bunt gemischte musikalische Programm mit älteren, aber auch neueren Musikstücken. Seine Auswahl traf den Geschmack der Zuhörer. Mit dem fröhlich frischen Stück „Huntigdon Celebration“ aus der Feder des bekannten Komponisten Philip Sparke, startete das Programm. Stefan Wagner ließ seine Musiker aber auch ernstere Töne anschlagen. Wie das Stück „The Zest“ von dem jungen finnischen Komponisten Ilari Hylkilä. Das Stück nahm die Zuhörer mit auf eine klangliche Reise durch eine weite, beeindruckende Landschaft. Zu hören bekamen die Gäste unter anderem zudem Musical-Melodien wie „A Million Dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“. Und da Dirigent Wagner genau wusste, was das Publikum gerne hört, erklangen zudem rassige Polkas, zünftige Märsche und böhmische Blasmusik.

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