An der Burgruine Wieladingen hat es am Samstag nach längerer Pause wieder einen großen Arbeitseinsatz gegeben. Ausgewechselt wurde in der Lehnbachschlucht der Zugangssteg zum Burggelände, der Anfang Februar von einer umgestürzten Tanne zerstört wurde. Um die vom Willaringer Schmied Hubert Ücker neu angefertigte Konstruktion aus verzinktem Stahl an ihren Platz im felsigen Talgelände installieren zu können, war der Einsatz eines Helferteams nötig.

Der beschädigte Steg wurde abgebaut, die Gitter konnten wieder in die neue Konstruktion eingebaut werden.
Der beschädigte Steg wurde abgebaut, die Gitter konnten wieder in die neue Konstruktion eingebaut werden. | Bild: Wolfgang Adam

Vor allem das Auswechseln der zehn Meter langen, schweren Stegwangen stellte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor eine schwierige Aufgabe. Für das Transportieren und Manövrieren aller Stahlteile wurde eine Seilbahn eingerichtet, die die erfahrenen Waldarbeiter Josef Rufle und Harald Lütte mit Maschineneinsatz präzise lenkten. Zum Helferteam gehörten Mitglieder der Willaringer Feuerwehr und des Musikvereins Alpenblick, der auf seinem Vereinswappen auch die Wieladinger Burg zeigt. Für die Verpflegung am rund zehnstündigen Arbeitstag sorgten Mitglieder des Förderkreises der Burgruine und Handwerkerfrauen. Am Abend konnten dann schon erste Ausflügler den wieder sicheren Zugangsweg zu dem beliebten Wanderziel benutzen.

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Nach Auskunft des früheren Förderkreis-Vorsitzenden Gottfried Nauwerck wird der Stegaustausch die Vereinskasse nicht hoch belasten. Die Ausgaben werden durch das ehrenamtliche Engagement, auch des Schmieds, deutlich unter den für einen Metallsteg in dieser Größe aufzubringenden Kosten liegen. Hubert Ücker hatte den Auftrag für die Neukonstruktion erhalten, weil er schon 1990 am Bau des ersten Metallstegs beteiligt war. Der damalige Burgenhüter Kurt Bächle hatte diesen Steg, der eine brüchig gewordene Holzkonstruktion ersetzte, mit zahlreichen Materialspenden kostengünstig angefertigt.

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Im Februar wurde der Bachübergang durch Schneebruch eingeknickt. Wiederzuverwenden waren aber noch alle Bodengitterroste. Neu ersetzt wurden die Geländer und die Wangen. Bis zum Samstag war der obere Burgzugang für Wanderer gesperrt. Erreichbar war die das ganze Jahr über gut besuchte Anlage aber noch über einen aus dem Murgtal in die Höhe führenden Pfad. Wegen seines Urlaubs war Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick nicht vor Ort. Er hielt sich aber in telefonischer Bereitschaft für eventuelle Rückfragen. Gegen Abend freuten sich die ersten Stegbenutzer über die freiwillig geleistete Arbeit der Helfer.