Die Gemeinde Rickenbach wird sich nicht der Resolution zur Ausrufung des Klimanotfalls anschließen. Den entsprechenden Antrag von Gemeinderätin Margrit Eckert-Schneider ließ das Gremium allerdings denkwürdig knapp scheitern: fünf Gemeinderäte stimmten dafür, fünf dagegen, vier enthielten sich – was laut Bürgermeister Dietmar Zäpernick keine Mehrheit bedeutete und der Antrag somit abgelehnt war.

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Eckert-Schneider erklärte, dass der Begriff „Klimanotfall“ keine rechtliche Bindung habe, sondern den Druck auf die Politik aufbauen soll, Beschlüsse zum Schutz des Klimas zu fassen. „Wir wollen zeigen, dass wir als Gemeinde bereit sind, mitzumachen und mitzudenken“, sagte die Antragstellerin. Große Städte wie München und Berlin seien dabei, „nun sollen auch kleine Gemeinden solidarisch sein“, so Eckert-Schneider.

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Im Kern umfasst die Resolution die CO2-Einsparung durch – unter anderem – das Pflanzen von Bäumen, Aufforstung von Freiflächen, Mobilitätskonzept zur Reduktion des Individualverkehrs, Strombezug aus regenerativer Stromerzeugung und Passivbauweise bei Neubauten. Grundsätzlich sollten alle Entscheidungen unter einen Klimavorbehalt gestellt werden. Der von der Verwaltung vorgeschlagene Beschluss lautete denn auch: „Der Gemeinderat beschließt, dass bei allen relevanten Beschlüssen die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit besonders berücksichtigt werden sollen.“

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Aber eben: Daraus wird nichts. Für Martina Lütte enthielt der Beschlussvorschlag „nichts Greifbares“, für Manfred Eckert war der Klimanotfall „zu plakativ und kann uns möglicherweise hindern“. Peter Kermisch sah in der Resolution „nicht mehr als Symbolpolitik“, während Walter Waßmer mit Blick auf die Nachhaltigkeit darauf verwies, „dass wir es die letzten Jahre sowieso machen“. Lorenz Maurer hingegen fand, „dass wir uns nichts abbrechen“. Rainer Wehrle stand der Resolution positiv gegenüber: „Es ist an der Zeit, Zeichen zu setzen und uns mit anderen zu solidarisieren“, sagte er.

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