Beim Bergalinger Sportplatz ist am Mittwoch das Giga-Zeitalter eingeläutet worden. Mit einem symbolischen Spatenstich gab Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick im Beisein von Behörden-, Politik- und Wirtschaftsvertretern den Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes. „Das ist für Rickenbach ein besonderes Ereignis“, sagte er, „es ist wichtig, schnelles Internet zu haben.“ Denn der ländliche Raum sei in der Beziehung „schwach auf der Brust“.

Rund 4,1 Millionen Euro soll die Verlegung des Breitbandnetzes auf dem Gemeindegebiet kosten. Dafür gibt es 50 Prozent oder zwei Millionen Euro an Fördermitteln vom Bund und 40 Prozent oder 1,6 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg. „Anders könnten wir das alles gar nicht stemmen“, erklärte Zäpernick. Die Gemeinde Rickenbach trägt einen Eigenanteil von zehn Prozent, also rund 410.000 Euro. Am Spatenstich dabei waren die Planer und technischen Breitbandberater Max Arzner, Gerhard Albicker sowie Joachim Baumeister von Tillig Geomatics. Außerdem die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller mit den Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und Felix Schreiner (CDU). Schreiner bezeichnete den Ausbau des Breitbandnetzes als „Jahrhundertprojekt“. Im Landkreis Waldshut würden am Ende rund 200 Millionen Euro investiert und „buchstäblich die ganze Heimat umgegraben“ sein.

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Sabine Hartmann-Müller (CDU) bezeichnete das Breitbandnetz als „digitale Versicherung“. Corona habe gezeigt, wie wichtig der Zugriff auf schnelles Internet sei, sagte sie. Der Landkreis Waldshut sei in der Beziehung „mit großer Weitsicht vorausgegangen“, indem er das Backbone (Basisnetz) initiiert habe. Für den Landkreis Waldshut stehen bisher 93 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte sie, und es werden noch mehr. Als Ziel gab sie aus: „Bis 2025 sollen alle ein gigafähiges Netz in Baden-Württemberg zur Verfügung haben.“

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Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) berichtete, dass der Bund elf Milliarden Euro an Fördermitteln für schnelles Internet zur Verfügung stellt. „Die Digitalisierung verändert unser Alltagsleben und der ländliche Raum wird attraktiver, wenn er ans Breitband angebunden ist“, sagte sie. Der Landkreis Waldshut habe das Backbone auf den Weg gebracht „und die Kommunen führen es weiter“, so Schwarzelühr-Sutter. Schließlich führte Martin Boos von ateneKOM (Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur) aus: „Es geht darum, die Kommunen zukunftsfähig zu machen und es Familien zu ermöglichen, im Homeoffice zu arbeiten.“ Wichtig sei die zielorientierte Zusammenarbeit aller Teilnehmer, so Boos weiter. „Das hat in Rickenbach funktioniert“, stellte er abschließend fest.

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