Dietmar Zäpernick ist der einzige Bewerber um das Amt des Rickenbacher Bürgermeisters. Das stellte am Dienstagabend, 5. Januar, der Gemeindewahlausschuss unter dem Vorsitz von Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Matthias Vogt fest. Um 18 Uhr endete die Bewerbungsfrist. Bis dahin lagen keine weiteren Bewerbungen im Briefkasten des Rickenbacher Rathauses.

Zäpernick hatte seine Bewerbung einen Tag nach der Stellenausschreibung im Staatsanzeiger am 14. November 2020 eingereicht. Somit wird der Wahlsonntag am 31. Januar 2021 möglicherweise einen ruhigen Verlauf nehmen – anders als vor acht Jahren, als Zäpernick einer von 28 Kandidaten war. Auf dem Wahlzettel, der als nächstes hergestellt wird, wird nur sein Name aufgeführt. Die Gemeinde Rickenbach hat rund 3000 Stimmberechtigte. Zäpernicks erste Amtszeit endet am 8. April 2021. Dass er sich wieder zur Wahl stellen wird, hatte er bereits vor vier Monaten angekündigt.

Wahlveranstaltungen wird es wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Der Amtsinhaber lehnt sich deswegen jedoch nicht zurück: Er hat Karten mit dem Angebot an die Bürger der Gemeinde Rickenbach, sich mit Fragen, Anregungen oder Kritik an ihn zu wenden, verteilt. „Davon haben schon einige Bürger Gebrauch gemacht“, teilte er am Dienstag gegenüber dem SÜDKURIER mit, „und ich habe schon mehrere Vororttermine mit persönlichen Gesprächen und mit Abstand gehabt“. Er hat vor, zusätzlich ein Flugblatt zu gestalten. Darin will er ein Fazit über seine erste Amtsperiode ziehen sowie seine Ziele für die nächsten acht Jahre formulieren.

Dietmar Zäpernick kann ein zusammen mit dem Gemeinderat erarbeitetes umfangreiches Paket an Maßnahmen vorweisen: der Neu- und Umbau der Grundschule in Rickenbach, die Sanierung des Rathauses mit Einrichtung einer Arztpraxis sowie die Erweiterung des Gewerbegebietes „Schaffeld“. Auch der Beginn des Breitbandausbaus im Gemeindegebiet gehört dazu.

An der Bürgermeisterwahl am 31. Januar können laut Hauptamtsleiter Markus Wagner, Schriftführer des Gemeindewahlausschusses, die Wahlzettel in den Wahllokalen Rickenbach, Hütten, Willaringen, Altenschwand, Bergalingen und Hottingen mithilfe einer „Einbahnregelung“ für die Wähler abgegeben werden. Aber: „Wir gehen davon aus, dass von der Briefwahl regen Gebrauch gemacht wird“, so Wagner.

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