Dietmar Zäpernick, am 17. März 2013 zum Bürgermeister der Gemeinde Rickenbach gewählt, bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Am Samstagmorgen um 8.30 Uhr warf er als seine Bewerbung im Rathausbriefkasten ein. Andere Bewerbungen gab es bis zu diesem Zeitpunkt nicht.

Sollten bis zum heutigen Montagmorgen der Rickenbacher Verwaltung bei Dienstbeginn um 8 Uhr weitere Bewerbungen vorliegen, würden sie als gleichzeitig abgegeben gelten. Dann würde das Los über die Reihenfolge auf dem amtlichen Wahlzettel entscheiden. So oder so: „Jetzt gibt‘s kein Zurück mehr“, sagte Zäpernick am Samstag.

Seine erste Amtszeit endet am 8. April 2021. Dass er sich wieder zur Wahl stellen wird, hatte er bereits vor drei Monaten angekündigt. Ob und wie er Veranstaltungen vor der Wahl durchführen wird, ließ er am Samstag offen. „Wenn kein Corona wäre, würde ich in jedem Ortsteil der Gemeinde Rickenbach vorstellig werden“, erklärte der 56-jährige Verwaltungsbeamte mit Wohnsitz in Beuggen bei Rheinfelden. Es gelte jetzt abzuwarten, „was Corona zulässt“, sagte er mit Blick auf die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 31. Januar 2021. Ein eventueller zweiter Wahlgang (Neuwahl) würde am Sonntag, 21. Februar 2021, stattfinden.

Dietmar Zäpernick kann ein zusammen mit dem Gemeinderat erarbeitetes umfangreiches Paket an Maßnahmen, die in seine erste Amtsperiode fallen, vorweisen: der Neu- und Umbau der Grundschule im Kernort, die Sanierung des Rathauses inklusive Umbau eines Geschosses zu einer Arztpraxis sowie die Erweiterung des Gewerbegebietes Schaffeld. Auch der Beginn des Breitbandausbaus im Gemeindegebiet gehört dazu. Das war aber nicht alles. „Als ich angefangen habe, hatten wir Themen wie Pumpspeicherwerk Atdorf und Windkraftanlagen zusätzlich zu bewältigen“, blickt er zurück. Hinzu kam die so genannte „Flüchtlingskrise„ 2015/16, die auch die Gemeinde Rickenbach betraf. „Trotzdem haben wir viel auf die Beine gebracht“, stellte Zäpernick bei der Abgabe seiner Bewerbung fest.

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Die Stelle des Bürgermeisters wurde letzten Freitag, 13. November, im Staatsanzeiger ausgeschrieben. Das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen zur Hauptwahl ist am Dienstag, 5. Januar 2021. Die Gemeinde Rickenbach hat rund 3000 Stimmberechtigte.

Dietmar Zäpernick wurde am 17. März 2013 im zweiten Wahlgang zum Nachfolger von Norbert Moosmann gewählt – den er nie persönlich kennen gelernt hat. Den ersten Wahlgang mit 28 Kandidaten hatte er mit 50 Stimmen Vorsprung zwar gewonnen, die absolute Mehrheit jedoch nicht erreicht. Im zweiten Wahlgang (Wahlbeteiligung: 68 Prozent) gewann er knapp gegen Tobias Link, heutiger Bürgermeister von Löffingen. Weil ein anderer Bewerber seine Nichtzulassung zur Wahl juristisch angefochten hatte, blieb Zäpernick fast zwei Jahre lang Amtsverweser. Seine Verpflichtung als Bürgermeister der Gemeinde Rickenbach erfolgte im November 2015.

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