Bürgermeister Dietmar Zäpernick (56) steht am 31. Januar als einziger Bewerber für das Bürgermeisteramt zur Wahl. In den acht Jahren seiner ersten Amtsperiode hat er zusammen mit Gemeinderat und Verwaltung diverse Projekte wie den Rathausumbau mit Arztpraxis auf den Weg gebracht – wir haben darüber berichtet.

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Aber Zäpernick richtet den Blick auch nach vorne, hat Vorstellungen und Ideen, wie die Gemeinde Rickenbach sich weiter entwickeln kann. Zwei Projekte sind bereits angestoßen worden: der Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet und die Schulerweiterung.

Zur Sicherung des Schulstandortes investiert die Gemeinde Rickenbach bis Frühjahr 2022 rund 8,7 Millionen Euro. Mit 3,7 Millionen Euro wird das Vorhaben staatlich bezuschusst. „Damit schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen für die umfassende Kooperation unserer Grundschule, umgewandelt in eine Ganztagesschule, mit der Gemeinschaftsschule Herrischried„, erklärt er.

Die Schule im Blick: Dietmar Zäpernick vor dem neuen Anbau der Rickenbacher Grundschule.
Die Schule im Blick: Dietmar Zäpernick vor dem neuen Anbau der Rickenbacher Grundschule. | Bild: Peter Schütz

Seit 2019 werden bis zu 240 Grundschüler der Klassen 1 bis 4 aus beiden Gemeinden in Rickenbach unterrichtet. „Wir geben für den Umbau viele Millionen Euro aus“, sagt er, „aber es werden viele Generationen profitieren“. Nach Fertigstellung des Anbaus soll ab dem Frühjahr 2021 der Altbau entkernt und grundlegend saniert werden. Damit muss aber nicht Schluss sein: Dietmar Zäpernick schwebt eine Grundschulsportanlage vor, ähnlich derjenigen in Murg.

Den Sport im Blick: Dietmar Zäpernick schwebt eine Grundschulsportanlage in Rickenbach vor.
Den Sport im Blick: Dietmar Zäpernick schwebt eine Grundschulsportanlage in Rickenbach vor. | Bild: Peter Schütz

Das zweite Großprojekt, an dem Zäpernick viel liegt, ist der Ausbau des Breitbandnetzes. Er soll in drei Bauabschnitten erfolgen und bis 2023 fertig sein. Wie wichtig diese Investition ist, zeigt ihm die Corona-Krise: „Wenn Kinder Video-Unterricht haben und die Eltern im Homeoffice arbeiten, kracht alles zusammen“, weiß Zäpernick. Und: „Corona hat uns gezeigt, dass es in Zukunft andere Arbeitsweisen gibt.

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Dafür müssen aber die technischen Voraussetzungen stimmen. Die schaffen wir nun mit dem Ausbau des Glasfasernetzes“, betont er. Was er außerdem im Blick hat: die nächste Erweiterung des Gewerbegebiets „Hinterm Schaffeld“. Dafür hat sich die Gemeinde Gelände gesichert. „Wenn Rickenbach jetzt wächst, müssen wir die Chance ergreifen“, sagt er.

Das Gewerbe im Blick: Dietmar Zäpernick peilt die nächste Erweiterung des Gewerbegebiets im „Schaffeld an.
Das Gewerbe im Blick: Dietmar Zäpernick peilt die nächste Erweiterung des Gewerbegebiets im „Schaffeld an. | Bild: Peter Schütz

In dem Zusammenhang will Zäpernick bezahlbaren Wohnraum schaffen und die Erschließung weiterer Baugebiete vorantreiben. Was er sich auch vorstellen kann: eine zusätzliche Kinderkrippe für unter Dreijährige.

„Dann hätten wir eine gezielte Betreuung“, erklärt er. Als Domizil könnte ein Teil des Willaringer Schulhauses, in dem örtliche Vereine untergebracht werden sollen, dienen.