In der ersten öffentlichen Gemeinderatssitzung des neuen Jahres ist die Bürgermeisterwahl am 31. Januar in den Fokus geraten. Bernd Jäckle, stellvertretender Wahlleiter im Ortsteil Bergalingen, äußerte eingangs Zweifel an der Durchführbarkeit der Wahl. Diese sei mitten in der Corona-Pandemie angesetzt worden, sagte Jäckle – ausgerechnet jetzt, da Sammeltreffen von Personen verboten und, unter anderem, das Rathaus für den Publikumsverkehr geschlossen ist.

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Jäckle wies darauf hin, dass die Wahlhelfer gezwungen sind, „viele Stunden in den Wahllokalen zu verbringen“. Und: „Die Wahlhelfer sind einem Risiko ausgesetzt. Was geschieht, wenn eine Person den Raum ohne Mund-Nasen-Bedeckung betritt? Habe ich dann Polizeirechte? Welche Rechte greifen in dem Fall?“, wollte Jäckle wissen. Seine Bitte an den Gemeindewahlausschuss: „Verschieben Sie die Bürgermeisterwahl, wenn die Pandemie so grassiert wie jetzt.“ So würde der Bevölkerung eine echte Wahl und dem Kandidaten ein angemessenes Ergebnis ermöglicht. Zudem, so Jäckle, sei bislang zu wenig auf das Briefwahlrecht hingewiesen worden und: Wäre das Kommunalamt bereit, die Wahl zu verschieben?

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Während der Diskussion befand sich Bürgermeister Dietmar Zäpernick, einziger Kandidat, wegen Befangenheit im Abseits. Gemeinderat Matthias Vogt, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, erklärte, dass der Wahlausschuss Jäckles Anregung prüfen wird. Aber: „Beschließen können wir jetzt nichts“, sagte er und ergänzte, dass Hauptamtsleiter Markus Wagner, Schriftführer des Gemeindewahlausschusses, „eine gute Vorbereitung getroffen hat“. Wagner wies darauf hin, „dass wir die Corona-Vorgaben einhalten“. In den Wahllokalen Rickenbach, Hütten, Willaringen, Altenschwand und Bergalingen würden Einbahnregelungen gelten, sodass es nicht zu Begegnungen kommen wird. Nur in Hottingen gebe es Probleme, aber man arbeite an einer Lösung.

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Die Wähler würden darauf hingewiesen, die Lokale mit Maske und eigenem Stift zu betreten. Je ein Wahlhelfer pro Lokal würde auf die Einhaltung der Vorschriften achten. Es würden Einwegmasken zur Verfügung gestellt. Wagner berichtete, dass eine reine Briefwahl nicht zulässig sei. Aber: „Die Briefwahl kann ohne Begründung beantragt werden“, so Wagner. „Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagte er, „aber die Durchführung der Wahl ist mehrfach rechtlich geprüft worden.“