In 2019 wurden in der Gemeinde Rickenbach die Weichen für das neue Jahr 2020 und die Zeit danach gestellt. Im Mittelpunkt standen die Planungen für den kommunalen Breitband-Ausbau sowie für die Grundschule in Rickenbach. Bereits im Mai erfolgte der Spatenstich für den Anbau der Grundschule. Dabei sagte Bürgermeister Dietmar Zäpernick: „Wir investieren hier für unsere Schulkinder und in unsere Zukunft.“

8,3 Millionen Euro sind für den Neu- und Umbau der Rickenbacher Schule berechnet, hinzu kommt eine halbe Million Euro für die Errichtung einer Nahwärmeversorgung von Schule, Kindergarten und Sporthalle. „Wir haben einige Jahre diskutiert, wie wir auf die Schwächung von Haupt- und Werkrealschule reagieren sollen“, so Zäpernick.

Die Lösung war die Bildung einer Kooperation mit der Nachbargemeinde Herrischried: dort die Sekundarstufe mit den Klassen 5 bis 10 bis zur Mittleren Reife (Gemeinschaftsschule), in Rickenbach die Ganztagesgrundschule. „Mit unserem Zwei-Gemeindenmodell zeigen wir, dass es möglich ist, auch hier im ländlichen Raum weiterführende Schulen zu haben und zu halten. Das hat Modellcharakter über die Kreisgrenze hinaus“, bemerkte Zäpernick.

Die größte Baustelle in 2019 befand sich bei Egg. Hier ein Blick in das entleerte Eggbergbecken von Schluchseewerk AG, das saniert wurde. Bilder: Peter Schütz
Die größte Baustelle in 2019 befand sich bei Egg. Hier ein Blick in das entleerte Eggbergbecken von Schluchseewerk AG, das saniert wurde. | Bild: Peter Schütz

Ein halbes Jahr später machte der Gemeinderat den Weg für den Ausbau des Breitbandnetzes durch Planungsvergaben frei. „Mit dem Breitbandausbau geht es im Frühling 2020 los, so dass wir in zwei bis drei Jahren jedes Haus – wer es möchte – anschließen können“, blickte Zäpernick voraus. Im Februar wurde die Einstellung des neuen Kläranlagenleiters Peter Schmid beschlossen. Weitere Beschlüsse bezogen sich auf die Erneuerung der Rickenbacher Homepage und die Schulsozialarbeit.

Forstbetrieb neu organisiert

Neu organisiert wurde der kommunale Forstbetrieb. Der langjährige Revierleiter Werner Gebhardt ging zum Jahresende 2019 nach 30 Jahren in den Ruhestand. Gebhardts Nachfolger steht fest: Es handelt sich um Karl-Ulrich Mäntele, Revierförster in Laufenburg und Bereichen von Murg. Zur Diskussion kam im Gemeinderat die Verkehrssituation in der Kirchstraße. Dabei ging es um die Einführung einer Einbahnregelung, jedoch ohne Ergebnis. In 2020 wird in der Sache unter Umständen ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Größte Baustelle im Vorjahr

Die größte Baustelle der Region in 2019 war kaum einsehbar. Bei Egg nahm Schluchseewerk AG eine umfassende Sanierung des Eggbergbeckens, das Oberbecken des Kavernenkraftwerks Säckingen, vor. Die Becken- und Druckschachtsanierung dauerte rund sieben Monate. In dieser Zeit wurde durch die Kraftwerksblockierung kein Strom erzeugt.

Die Versorgung war jedoch durch Partner von Schluchseewerk AG gesichert. Im November wurde das Becken wieder mit Wasser gefüllt. Die Baustelle war aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich. Rund neun Millionen Euro nahm Schluchseewerk AG für die Sanierung in die Hand. „Sie ist notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten“, betont Pressesprecher Peter Steinbeck, „die Sicherheit steht an oberster Stelle“. Die Projektplanung lief seit November 2017.