Schon wieder dauert etwas zu lange in Rickenbach. Diesmal hinkt die Gemeindeverwaltung mit der Bekanntgabe der Kosten für den Schulhausumbau hinterher. So sah es jedenfalls Gemeinderat Andreas Vogt am Dienstag. Er berichtete von "besorgten Eltern", die gerne Klarheit hätten, was die Erweiterung und Sanierung des Schulgebäudes verschlucken wird.

Was Bürgermeister Dietmar Zäpernick mit dem Hinweis konterte, öffentlich werde die Sache erst, "wenn wir wissen, was es kostet". Das macht Sinn, denn Zahlen rauszuhauen, von denen niemand weiß, ob sie stimmen, hat sich noch nie als konstruktiv erwiesen. Also: Abwarten und Tee trinken heißt die Devise, oder mit den Worten von Gemeinderätin Stefanie Schneider: "Es geht in die richtige Richtung, aber jetzt diskutieren wir in einem luftleeren Raum."

Schon wurde es in manch einer Halsgegend etwas eng, denn ein luftleerer Raum bewirkt in der Regel ein Unwohlsein und führt zu einem schnappartigen Reflex von Mund- und Nasenpartie, aber zum Glück war Schneiders Hinweis nur als Metapher gedacht. Trotzdem bekam die Debatte um Kosten und Sparen, um Haben, Wollen und Wünschen recht schnell eine gewisse Dynamik, mit dem Ergebnis, dass wiederum Andreas Vogt forderte, "mit ganz anderer Intensität voranzumachen" und Manfred Eckert die Rechnungsamtsleiterin Bayer plötzlich Huber nannte, aber immerhin noch als Frau ansprach.

Derselbe Eckert äußerte kurz darauf in einer ganz anderen Sache erhebliche Zweifel, ob in punkto Breitbandplanung für das schnelle Internet "die richtigen Leute am richtigen Ort sind". Nicht, dass es zu planerischen Unsicherheiten oder gar Verzögerungen kommt und schon wieder etwas zu lange dauert. Schon klar: Schließlich heißt es "schnelles Internet" und nicht etwa "Schneckenbahn".

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