Baustellen sind unberechenbar. Erst recht, wenn es sich um Straßenbaustellen handelt. Aktuelles Beispiel: Die Sanierung der Landesstraße zwischen Wehr und Bergalingen verzögert sich voraussichtlich um eine Woche. Bis Ende August hätten die Arbeiten abgeschlossen sein sollen, aber jetzt dauerts eine Woche länger. Das heißt, dass das Sommerfest in Hütten am Sonntag, 2. September, unter Umständen und wenn’s ganz blöd läuft, nicht direkt, sondern nur über Umleitungen angefahren werden kann. Aber echte Sommerfestler halten das aus, erst recht solche, die gerne mal ihre Fahrzeuge bis Baujahr 1988 satteln, um am Oldtimertreff dabei zu sein.

Albtal ist seit über drei Jahren gesperrt

Und überhaupt: Da gibt es viel schlimmere Sachen. Zum Beispiel ist die Albtalstraße zwischen der Tiefensteiner Brücke und Hohenfels seit über drei Jahren gesperrt. Man muss sich das mal vorstellen. Drei Jahre, Tendenz steigend. Das ist im Verkehrssinn eine halbe Ewigkeit und für manche Verkehrsteilnehmer total verkehrt. Aber Hoffnung naht, denn der Landesverkehrschef hat signalisiert, dass die Straße wieder geöffnet werden soll. Nur weiß keiner wann. Und was das alles kostet. Und ob plötzlich eine neue Froschart auftaucht, die solange quakt, bis eine Verordnung jegliche Eingriffe an der Albtalstraße untersagt.

1,20 DM für fleißige Einwohner

Früher war alles anders, vielleicht sogar besser. 1957 hat der SÜDKURIER Folgendes aus einer Gemeinderatssitzung in Niederwihl berichtet: „Da die Gemeindestraßen dringend einer Ausbesserung bedürfen, soll diese sofort begonnen werden, sobald die Feldarbeit beendet ist. Die Gemeinde zahlt einen Stundenlohn von 1,20 DM und hofft, dass sich viele Einwohner an den Ausbesserungsarbeiten beteiligen.“ Das waren noch Zeiten.