Rickenbach Volker Przybilla organisiert das Drachenfest

54-Jähriger mit Vorliebe für Fluggeräte Marke Eigenbau. Veranstaltung gemeinsam mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald am 13. und 14. September in Hütten

„Bilder an den Himmel zu zaubern“, diesen Traum verfolgt Volker Przybilla aus Wehr seit nunmehr 17 Jahren. Der passionierte Drachenbauer mit vielerlei Kontakten in der Drachenszene organisiert auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald das Familien-Drachenfest am 13. und 14. September in Hütten. „Es wird wieder gigantisch“, ist sich Przybilla sicher und spricht mit dem SÜDKURIER als Medienpartner dieser Veranstaltung über seine große Faszination.

Groß sind vor allem Przybillas Konstruktionen, wie der 22 Meter lange Eulen-Mann nach George Peters Vorlage aus dem Jahr 2008, der seither das Logo der Veranstaltung schmückt. „Fliegt nicht, gibt's nicht“, weiß Volker Przybilla und tüftelt auch schon mal an Drachen aus Discountergeschäften so lange herum, bis auch diese problemlos in die Lüfte steigen. Doch anstatt Drachen zu kaufen, entwirft und baut der Hobbybastler die farbenprächtigen Fluggeräte in seinem Wohnzimmer viel lieber selbst und meint: „Das ist gar nicht so schwer.“

Genauigkeit sei dabei alles, erklärt Przybilla, und hält sich stets exakt an seine Nähvorlagen. Dann werden Verstärkungen und Stabtaschen geschaffen, Stäbe (aus Kohlefaser) eingezogen und die passende Schnurstärke gewählt. Beim ersten Flugversuch hält Przybilla jedes Mal den Atem an – was für ein Gefühl, wenn der Drache dann fliegt.

Anfangs stand jedoch auch Przybilla vor einer Herausforderung, denn zumindest Nähkenntnisse sollte man mitbringen, um das dünne Spinnakertuch (ein Polyestergewebe) zu verarbeiten. Das richtige Gefühl fürs Material kam mit der praktischen Erfahrung, erklärt Przybilla, der sich über die Jahre eine umfassende Fachliteratur zugelegt hat. So richtig geholfen habe ihm jedoch Dreierlei: „Besonders die enorme Hilfsbereitschaft unter den Drachenpiloten mit ihren vielen Tipps, dann eine gewisse Fingerfertigkeit und Geduld, die auch mein Beruf als Zahntechniker erfordert, und schließlich“, erklärt Przybilla: „eine unablässige Neugier“. Nach seinem ersten Erlebnis eines Drachenfestes 1996 folgten noch viele dieser Art. Inzwischen bereiste Przybilla zahlreiche Länder im Osten wie im Westen und teilt seine Passion mit Drachenpiloten aus der ganzen Welt. Eher zufällig entstand der Kontakt zur Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, die 2002 jemanden mit Przybillas Erfahrung suchte, um das erste Hotzenwälder Drachenfest in Hütten auf die Beine zu stellen.

Von seinem Gigantismus ist der Weltenbummler mittlerweile zunehmend abgerückt: „Momentan faszinieren mich Miniaturdrachen“, sagt Pryzbilla. „Meine Träume müssen alle ins Auto passen“, schmunzelt er und möchte die Besucher dieses Jahr mit größeren wie kleineren fantasievollen Drachen begeistern .


Zur Person

Volker Przybilla, 54 Jahre alt, ist gelernter Zahntechniker und wohnt in Wehr. Angefangen hat alles mit einem spontanen Besuch 1996 auf einem Drachenfest in Donaueschingen, wo Przybilla auch das erste Mal einen Lenkdrachen ausprobieren durfte. Nur ein Jahr darauf reiste Przybilla zu Europas größtem Drachenfest nach Fahnò in Dänemark, wo er prompt an einem Drachennähkurs teilnahm und bald darauf seine erste eigene Nähmaschine von seiner Freundin geschenkt bekam. Zahlreiche Drachen in allen möglichen Größen entstanden durch seine Handarbeit. Seit 2002 organisiert Przybilla gemeinsam mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald das Drachenfest in Hütten.

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