Die Umleitungsregelung bei der wegen Bauarbeiten noch bis 18. August gesperrten Ortsdurchfahrt Rickenbach sorgt für Irritationen. Anselm König aus Rickenbach spricht von einem „völligem Schilderchaos„, vor allem an der Hennematt: „Ein Tourist sprach mich gestern an, er wüsste absolut nicht, wie er nach Wehr kommt, ich hab ihm dann den Weg über Rüttehof oder Bergalingen empfohlen, der halt nicht ausgeschildert ist.“ Dieter Bollinger, der zuständige Referatsleiter beim Regierungspräsidium, gestand ein, dass die Beschilderung unzureichend sei. Er versprach, dass sie schnellstmöglich verbessert werde.

Am Verkehrsschild an der Einmündung der Kreisstraße von Oberwihl wurde nichts verändert und der Verkehrsteilnehmer in Richtung Wehr nach rechts durch Hottingen verwiesen.
Am Verkehrsschild an der Einmündung der Kreisstraße von Oberwihl wurde nichts verändert und der Verkehrsteilnehmer in Richtung Wehr nach rechts durch Hottingen verwiesen. | Bild: Werner Probst

Die Umleitungsschilder leiten nicht nur Ortsunkundige, sondern selbst Einheimische in die Irre. So wurden beispielsweise Verkehrsteilnehmer, die aus Görwihl kamen und Richtung Wehr fahren wollten, noch an der Einmündung in die Kreisstraße zwischen Oberwihl und Hottingen nach rechts nach Hottingen eingewiesen, ehe dann in Hottingen das Verkehrsschild den Verkehrsteilnehmer nach Wehr auf die Umleitungsroute in Richtung Schlagsäge verwies. Wenige Meter nach der Kreuzung kam dann bereits das Schild Umleitungsende und von nun an war für Nichtortskundige eine Fahrt nach Todtmoos angesagt. Denn er erst dort ist Wehr wieder ausgeschildert.

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Ganz anders sieht es für Verkehrsteilnehmer aus, die aus Richtung Altenschwand in die Kreisstraße einbiegen. Dort steht dann ein Hinweisschild nach Bad Säckingen/Wehr und zeigt dann in Richtung Rickenbach, ehe dann in der Hennematt in Rickenbach das Umleitungsschild in Richtung Wehr Bad Säckingen nach Hottingen verweist. So mussten schließlich auch aus Görwihl kommende Verkehrsteilnehmer wieder auf dem Weg, wo sie gekommen waren, wieder zurückfahren um dann in Hottingen Richtung Murg zu fahren.

Problem bei Hottingen

Die Umleitung war von Mitarbeitern eines Privatunternehmens ausgeschildert worden. Nach den ersten Reklamationen fuhr Dieter Bollinger, zuständiger Referatsleiter beim Regierungspräsidium, zwei Stunden lang die gesamte Umleitungsstrecke ab, um die Beschilderung zu kontrollieren. „Es ist tatsächlich so, dass durch die Beschilderung und die Aufkleber auf den Wegweisern eine gewisse Verwirrung entsteht“, sagt er. Insbesondere fehle östlich Hottingen für die aus Oberwihl kommenden Verkehrsteilnehmer mit Ziel Wehr an der Einmündung in die L 151 ein Schild, das die nach Hänner und Murg weise. Stattdessen sei dort weiter die übliche Strecke über Rickenbach ausgeschildert. Auch für Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Altenschwand auf Rickenbach zuführen, sei die Beschilderung nicht korrekt. Bollinger versprach, dass die Ausschilderung so schnell wie möglich korrigiert werde.

Nicht immer der kürzeste Weg

Der Referatsleiter wies darauf hin, dass eine Umleitung nicht immer den kürzestmöglichen Weg folgen könne. Bollinger: „Wir versuchen, die Verkehrslast gerecht zu verteilen.“ Durch unterschiedliche Strecken für Hinweg und Gegenrichtung solle vermieden werden, dass kleine Straßen den gesamten Umleitungsverkehr verkraften müssten.