Rickenbach Segelflieger stirbt bei Absturz

Tragischer Unfall auf dem Flugplatz Hütten-Hotzenwald: Ein 54 Jahre alter Mann ist am vergangenen Sonntagmittag beim Absturz seines Segelflugzeugs ums Leben gekommen. Der Pilot, nach Informationen dieser Zeitung ein in Lörrach praktizierender Arzt aus Schopfheim, stürzte mit seiner Maschine kurz nach dem Start gegen 13.15 Uhr aus einer Höhe von rund 300 Metern ab.

Laut Polizeibericht wurde das Flugzeug beim Aufprall komplett zerstört, für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Die genaue Unfallursache war auch gestern noch nicht geklärt. Die Polizei gehe derzeit von einem technischen oder gesundheitlichen Problem aus, teilte Pressesprecher Paul Wißler von der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen dieser Zeitung auf Anfrage mit. „Der Unfall hat sich unmittelbar nach dem Ausklinken des Flugzeugs ereignet, beim bereits dritten Start des Piloten an diesem Tag“, sagte Wißler. Ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) sei noch am Sonntag an die Absturzstelle gekommen und habe seine Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

In der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, deren Mitglieder den Flugplatz betreiben, kann man sich das Unglück nach zwei zuvor geglückten Starts des Piloten – bei Sonnenschein und bestem Wetter – nicht erklären. „Es war ein völlig normaler Start mit der Motorwinde, absolut unauffällig“, schildert ein Augenzeuge den Unfallhergang dieser Zeitung gegenüber. Mit der von einem Dieselmotor angetriebenen Seilwinde werden die Segelflugzeuge in den Himmel gezogen. Am Scheitelpunkt in etwa 300 Metern Höhe sei die Maschine wie vorgesehen ausgeklinkt worden und noch „zwei, drei Sekunden“ weitergeflogen, berichtet er. „Dann schmierte sie ab und kam ins Trudeln“, erinnert sich der Fliegerkollege, der den „erfahrenen und sehr besonnenen“ Piloten persönlich kannte. „Diese Situation an sich ist noch nicht lebensgefährlich. Die Flughöhe hätte eigentlich ausgereicht, um die Maschine noch abzufangen“, urteilt er. Doch das Vereinsflugzeug, eine Ventus-Hochleistungsmaschine, die sich in „sehr gutem Zustand“ befunden habe, sei in einer steilen Spirale und „ohne sichtbare Abfangbewegungen“ zu Boden gestürzt.

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