Beim Internationalen Hotzenwald-Segelflug-Wettbewerb konnte in der Standardklasse Steffen Weniger mit einem Tagessieg den Gesamtsieg erfliegen – und hat damit seine Frau Anna Weniger, die im vergangenen Jahr gesiegt hatte, knapp auf den zweiten Platz verwiesen. In der Club- und Einsteigerklasse gewann Timo Mayr, der mit seiner Ka 6 CR, einem Oldtimer, am einzigen Wertungstag dieser Klasse den anderen Teilnehmern davonflog, heißt es in der Pressemitteilung der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald. In der Offenen Klasse gewann der Doppelsitzer der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, der von Lucia Liehr und Stephan Beck geflogen wurde.

Der Donnerstag, 13. Juni, war innerhalb des eine Woche dauernden Wettbewerbs der einzige Tag, der es vom Wetter her zuließ, in allen drei Klassen eine Strecke ausfliegen zu lassen. Es ging zweimal den Schwarzwald hoch und wieder herunter. Die in der Offenen Klasse ausgeschriebene Strecke führte vom Abflugpunkt am Hornbergbecken nach Bad Wildbad im Nordschwarzwald, dann an den Habsberg südlich des Schluchsees, anschließend nach Huzenbach in der Nähe von Baiersbronn und wieder zum Flugplatz in Hütten zurück.

Von den 24 Segelflugzeugen in dieser Klasse schafften 14 die komplette Strecke. Lucia Liehr und Stephan Beck schafften die knapp 440 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 94,9 Stundenkilometer und holten sich damit den Tages- und auch den Gesamtsieg. Diejenigen, denen das anspruchsvolle Wetter den Rückweg verwehrte, nahmen – soweit vorhanden – ihren Hilfsmotor für den Weg zurück oder sie mussten außenlanden und wurden mit dem Anhänger geholt.

Trotz der fliegerisch eher geringen Ausbeute war die Stimmung beim Wettbewerb sehr gut; es herrscht eine freundschaftliche und gemütliche Atmosphäre auf dem Flugplatz in Hütten, weswegen viele Teilnehmer Dauergäste sind und schon seit Jahren immer wieder teilnehmen. Beim Abschlussfest am vergangenen Samstagabend lobte LGH-Präsident Hubert Matt alle Helfer im Verein, die die Durchführung des Wettbewerbs erst ermöglichen, namentlich sind das Wettbewerbs- und Sportleiter Frieder Göltenbott und Marcus Neubronner mit ihren Familien, aber auch zahlreiche weitere helfende Hände.