Bereits vor dem Eröffnungsbriefing beim Internationalen Hotzenwald Segelflugwettbewerb am Samstag gab die Wettbewerbsleitung die Order an die Teilnehmer, die Flugzeuge startbereit aufzustellen. Nach Ende des Briefings, das am ersten Tag immer etwas länger dauert, weil es unter anderem ein Sicherheitsbriefing mit Hinweisen zum Flugbetriebsablauf umfasst, bereiteten sich alle Piloten erwartungsvoll auf den Start vor.

Doch dann gab es erste skeptische Blicke gen Himmel. Keine Anzeichen für Aufwinde oder Thermik, sondern im Gegenteil: Wolken, die darauf hindeuteten, dass in oberen Schichten warme Luft einfließt.

Außerdem ein starker, kalter Wind, der es spürbar verhinderte, dass sich die bodennahe Luft erwärmen konnte. Beides verhindert oder verschlechtert die Thermik. Zuerst wurde die Startphase mehrfach verschoben.

Wertungsflüge werden abgebrochen

Dann wurden die zu fliegenden Aufgaben verkleinert. Als dann doch alle Flugzeuge in der Luft waren, zeigte sich unter anderem an mehreren wieder gelandeten Flugzeugen, dass das Wetter wirklich nicht ausreichend gut war, um das Teilnehmerfeld auf Strecke zu schicken. Der Tag wurde über Funk „neutralisiert“ – das ist die Bezeichnung im Fliegerslang dafür, dass an diesem Tag keine Wertung ausgeflogen wird.

Für die Piloten in der Luft war damit „freies Fliegen“ angesagt. Insbesondere die von weiter her angereisten Teilnehmer konnten also zumindest die nähere Umgebung erkunden. Am Pfingstsonntag und -montag war das Wetter dann so offensichtlich schlecht, dass direkt beim morgendlichen Briefing neutralisiert wurde.

Diese Tage boten insofern die Gelegenheit, die Gegend am Boden zu erkunden, beispielsweise bei einer Stadtführung durch Laufenburg. Nun hoffen alle darauf, dass sich ab Mitte der Woche das Wetter bessert.