Der Förderkreis Burgruine Wieladingen hat in seiner 34. Hauptversammlung vollzogen, was man im Schachspiel eine Rochade nennen würde. Aus gesundheitlichen Gründen gab Gottfried Nauwerck nach 22 Jahren den Vorsitz ein Jahr früher als ursprünglich geplant an seinen im Vorjahr neu gewählten Vize, Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick, ab und wurde dafür von der Versammlung auf ein weiteres Jahr zur Gewährleistung eines nahtlosen Übergangs seinerseits zum neuen Vize gewählt.

Eine verhältnismäßig große Zahl an Mitgliedern, unter ihnen auch der Schirmherr, Georg Freiherr von Schönau, der Burgvogt von Rötteln Uwe Gimpel und Bürgermeister Christof Berger von Herrischried sowie in Vertretung von Murgs Bürgermeister Adrian Schmidle Oberhofs Ortsvorsteher Roland Baumgartner waren gekommen, um die weiteren Geschicke des Förderkreises durch ihr Votum mitzubestimmen und dem scheidenden Vorsitzenden für seine langjährige Arbeit zu danken. Zäpernick betonte, er sei sehr froh, Nauwerck weiterhin an seiner Seite zu wissen, nachdem sich nun quasi der Kreis geschlossen habe, hat doch seit der Gründung des Förderkreises in den zwölf Jahren vor Nauwerck Bürgermeister Georg Keller den Vorsitz inne gehabt. Er werde versuchen, den Förderkreis standesgemäß weiterzuführen. Als eine der ersten Maßnahmen kündigte er an zu prüfen, ob sich die teuren Haftpflicht- und Gebäudeversicherungen nicht in das bestehende Versicherungspaket der Gemeinde Rickenbach integrieren ließen.

Einen Ämtertausch im Vorstand des Förderkreises Burgruine Wieladingen hat die Mitgliederversammlung vollzogen, indem Bürgermeister Dietmar Zäpernick zum Vorsitzenden und Gottfried Nauwerck (l.) zum Vize gewählt wurden. Bild: K. Steinebrunner
Einen Ämtertausch im Vorstand des Förderkreises Burgruine Wieladingen hat die Mitgliederversammlung vollzogen, indem Bürgermeister Dietmar Zäpernick zum Vorsitzenden und Gottfried Nauwerck (l.) zum Vize gewählt wurden. Bild: K. Steinebrunner

Nauwerck hatte in seinem Jahresbericht als Höhepunkt die Musikveranstaltung auf der Burgruine mit den Meisterschülern der Freiburger Musikhochschule angeführt, die 74 zahlende Gäste angelockt hatte. Sein Dank galt dabei besonders der Landjugend Harpolingen sowie den Mitgliedern der Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins Bad Säckingen. „Das war eine fabelhafte Sache und wir haben bewiesen, dass auch heute die Burgruine Wieladingen nicht nur Ausflugsziel und Picknickrastplatz, sondern zudem publikumswirksamer kultureller Anziehungspunkt sein kann“, erklärte Nauwerck stolz, wobei er einräumte, ein Sponsor, der die Gage für die Musiker absichert und den er mit der Sparkassenfiliale in Rickenbach glücklicherweise gewinnen konnte, sei dabei äußerst beruhigend. Außerdem hatte der Förderkreis sich am Kinderferienprogramm beteiligt, was in diesem Jahr weitergeführt werden soll. Das Enthursten und die Entfernung von rankendem Efeu seien eine notwendige Daueraufgabe, die Bereitstellung von Brennholz für den Grillplatz ein gern gepflegter Service der Mitglieder für die Besucher. Dankenswerterweise sorge die Gemeinde stets dafür, dass auch die Sitzgarnituren an der Grillstelle im Herbst abgebaut und runderneuert im nächsten Frühjahr wieder aufgestellt würden. Dass die Besucher für die Pflege der Anlage dankbar seien, zeige die Bestückung der von Michael Peter in regelmäßigen Abständen kontrollierten Spendenkasse.

Der Förderkreis

Der Förderkreis Burgruine Wieladingen, im Jahr 1984 noch mit dem Zusatz „zur Rettung“ gegründet, konnte in den ersten 12 Jahren seines Bestehens die Anlage instand setzen und wieder zugänglich machen und kümmert sich seit 1996 um deren Erhalt. Mit 35 Mitgliedern aus den drei Hotzenwaldgemeinden, 15 aus Murg, 28 aus Bad Säckingen sowie 37 aus der näheren und weiteren Entfernung ist er sowohl örtlich konzentriert als auch zugleich überregional breit aufgestellt.