Rickenbach – Das Hördöpfelfäscht des Musikvereins 1860 Rickenbach ist längst kein Geheimtipp mehr. Von Nah und Fern strömten die Besucher bereits am späten Nachmittag in den Rickenbacher Ortskern und eroberten die 300 Meter lange Tischreihe in der Kirchstraße, um die Kartoffelvariationen der örtlichen Vereine zu genießen.

Schon eine Stunde nach Festbeginn war es schwierig, einen Platz an der wohl längsten Biertischreihe auf dem Hotzenwald zu ergattern. Im Schein der warmen Abendsonne ließen es sich die Besucher am Fuße der Kirche in der Ortsmitte gut gehen – bei kühlen Getränken und Kartoffelgerichten jeglicher Art war das nicht schwierig. An sieben Ständen entlang der Kirchstraße lockte der verführerische Duft zahlreicher Kartoffelvariationen. Der gastgebende Musikverein 1860 Rickenbach bot Pommes und Raclette mit Gschwellti an. Röschti mit Wurst, Matjes-Filets oder Chuttle standen auf der Speisekarte des Gasthaus Adler. Schuhe Matt lockte mit frisch gebratenen Räuberdadschi, wahlweise mit Lachs, Quark oder Apfelmus, Hördöpfelsalat mit Schüfele und frisches Burebrot offerierte die Trachtenvereinigung Alt Hotzenwald. Alemannischer ging es bei den Bergalinger Schinzeguggis mit vadrüllti Schinze – eine gedrehte Kartoffelspezialität – und Chrüter-Dipp zu. Zum ersten Mal mit dabei war der Musikverein Heimatklang Hütten mit einem Hüttenröschtiburger. Für den süßen Nachtisch sorgten die Trachten-Jugend mit Hördöpfel-Waffle und die Bläserjugend mit leckeren Kuchen.

Höhepunkte standen aber nicht nur kulinarisch auf dem Programm, auch musikalisch kamen die zahlreichen Besucher auf ihre Kosten. Die neuen Blechmeisen sorgten mit zünftiger Blasmusik für gute Stimmung. Das Ensembles Epinettes des Vosges aus Plombières-les-Bains, der Rickenbacher Partnerstadt, begeisterte das Publikum mit ihren Auftritten. Die sanften Klänge des Volksinstruments aus den Vogesen ähneln denen einer Zither und passten hervorragend zum lauen Spätsommerabend. Nach Sonnenuntergang heizte DJ Love den Gästen ein. Auch die kleinsten Besucher kamen ganz auf ihre Kosten. Sie konnten sich vom Jugendrotkreuz schminken lassen, oder auf dem Rücken von Ponys durch Rickenbach reiten.

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