Jahr für Jahr wurden es mehr Hasen, nun kommen Schleifengebinde hinzu, am Montag wurde der Osterbrunnen vollendet. Egal, wohin man in Rickenbachs Ortskern schaut, es "ostert" überall. Wie Rainer Wehrle vom Bauhof Rickenbach betont: "Eigentlich nur ein kleiner Teil von einem größeren Ganzen". Es geht darum, Rickenbach schön zu machen und den Menschen täglich eine Freude zu bereiten. Als sich der Gewerbeverein von Rickenbach vor Jahren auflöste, gab es plötzlich niemanden mehr, der sich um die Weihnachtsdeko der Straßen kümmerte.

"Man muss ja wieder was machen!", dachte er sich und fand schnell tatkräftige Unterstützer für seine Idee. Auch bei der weitaus schwereren Aufgabe des Einwerbens der nötigen Finanzmittel, war er erfolgreich. Hier zeigt sich das Gewerbe in Rickenbach spendierfreudig. Dankenswerter Weise gibt es einen soliden Grundstock an Firmen, die ein attraktives Rickenbach übers Jahr unterstützen. Die Gemeinde leistet nach Möglichkeit einen Beitrag.

In der Orstmitte von Rickenbach thront der aus Eibe und bunten Eiern gewundene Osterkranz, den jährlich der Obst- und Gartenbauverein gestaltet. Im Hintergrund rechts und links grüßen die Osterhasen und Schleifengebinde.
In der Orstmitte von Rickenbach thront der aus Eibe und bunten Eiern gewundene Osterkranz, den jährlich der Obst- und Gartenbauverein gestaltet. Im Hintergrund rechts und links grüßen die Osterhasen und Schleifengebinde. | Bild: Annka Mickel

Was als Weihnachtsdeko mit Sternen und Gebinden begann, wirkte auch im Frühling ansteckend. Das Osterfest bietet eine Fülle an Gestaltungs-möglichkeiten. Das Team wurde größer. So gibt es im dritten Jahr an jeder Hausecke der Ortsmitte possierliche Osterhasen, ausgefräst von einem Rickenbacher Schreiner und bemalt von der freischaffenden Künstlerin Jasmin Linsin aus Jungholz. Der Buswendeplatz unterhalb der Kirche ist besonders reich geschmückt. Die Ortsmitte krönt ein Osterkranz aus Eibe und bunten Eiern, den jährlich der Obst- und Gartenbauverein gestaltet. Die Floristin Anja Helmle sorgt für die Schleifengebinde aus Coniferen und Farbbändern.

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Als Bauhofmitarbeiter sieht Rainer Wehrle das ganz pragmatisch: Die Träger an den Laternenmasten für die Weihnachtssterne hängen eh das ganze Jahr – dann kann man sie auch übers Jahr nutzen. Und so waren sein Kollege Andreas Lang und er in den vergangenen Tagen damit befasst, alles an seinen Ort zu bringen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, viele Ideen brauchen auch viele spendende Unterstützer. Wer also noch nicht zum Unterstützerkreis gehört, kann es ja noch werden. Die Idee hat immerhin über den Orstkern hinaus in Jungholz und Hottingen in den letzten Jahren bereits Resonanz erzeugt.