Mit 1151 Stimmen wurde Margrit Eckert-Schneider in den Rickenbacher Gemeinderat gewählt – für sie selber eine große Überraschung.

„Ich konnte es fast nicht glauben“, sagt sie im Rückblick auf die Kommunalwahl. Das gute Ergebnis bringt für sie eine Verantwortung mit, der sie gerecht werden will. Eine Verantwortung, mit der sie durchaus vertraut ist. Denn bereits von 1999 bis 2004 war sie im Rickenbacher Gemeinderat, damals noch als CDU-Fraktionsmitglied. Und bei der Kommunalwahl 2014 stand sie als Nachrückerin von Peter Kermisch, der jetzt zu WIR gewechselt hat, erstmals auf der Grünen-Liste.

Nun hat es im zweiten Anlauf für die Grünen geklappt. Dabei hatte sie ursprünglich nicht wirklich mit einer Kandidatur geliebäugelt. Aber als die Grünen-Gemeinderäte Kermisch und Ehrfried Mutter abrückten, kam Iris Wallaschek, Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes Hotzenwald, auf Eckert-Schneider zu mit der Frage nach einer Kandidatur. „Ich habe mich dann bereit erklärt“, sagt die 62-jährige Dorfhelferin.

Worauf die Grünen in Rickenbach mit einer kleinen Liste von vier Personen antraten und dennoch einen Erfolg verbuchen konnten, da auch Rainer Wehrle gewählt wurde.

Margrit Eckert-Schneider ist seit 27 Jahren als Dorfhelferin zwischen Bad Säckingen und Herrischried im Dienst, kennt die Region also bestens. 1975 ist sie in den Hotzenwald gezogen, hat zuerst in Herrischried gewohnt und ist dann nach Rickenbach gezogen.

„Ich kenne die Verhältnisse in beiden Gemeinden recht gut“, sagt sie, „ich gehe mit offenen Augen durchs Dorf.“ Was sie damit meint, wurde schon bei der ersten Gemeinderatssitzung klar, als sie den Zustand der Minigolfanlage im Hirschgarten kritisierte und anregte, daraus etwas Ansprechendes zu machen. „Man pflegt schließlich auch sein eigenes Heim“, findet sie, „aber dort passiert gar nichts“.

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Treffpunkte als Notwendigkeit

Dabei erachtet sie solche Treffpunkte für die Bevölkerung jeglichen Alters nicht als Nett-zu-haben, sondern als Notwendigkeit. Was zu ihrer Einstellung passt: „Ich habe mir das Soziale auf die Fahne geschrieben“, weshalb es Sinn macht, dass sie Mitglied des beratenden Sozialausschusses im Gemeinderat ist.

Mittlerweile hat sie sich in die Aufgaben des Gremiums eingearbeitet. Die erste Sitzung und eine Klausurtagung mit dem Gemeinderat hat sie hinter sich, auch ein Einsteigerseminar für die Gemeinderatspolitik in Grießen hat sie absolviert. „Ich weiß, es kommt viel auf uns zu“, sagt sie. Dabei, so Eckert-Schneider, „ist es mir ein Anliegen, dass wir im Gemeinderat ein Miteinander haben“.